Januar 12, 2015

TUI stellt sich auf Währungswechsel in Athen ein

Kaum jemand erinnert sich noch an Andreas Andreadis, der 2011 für einige Tage die deutschen und griechischen Schlagzeilen beherrschte. Der Präsident des griechischen Tourismusverbandes hatte damals im Brustton der Überzeugung erklärt: „Kein griechischer Hotelier wird sich darauf einlassen.“ Womit er auf eine Euro-Währungsklausel anspielte, die Deutschlands größter Reiseveranstalter TUI in die Verträge aufnehmen wollte, um sich bei einer Rückkehr zur Drachme gegen Wechselkursverluste zu wappnen.

Andreadis sollte sich irren. Heute, vier Jahre später, verfolgt die TUI die von der Bundesregierung forcierte Diskussion über einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone gelassen. Man sei auf jegliche Währungsereignisse eingestellt. Die Verträge seien inzwischen derart gestaltet, dass Verbindlichkeiten immer in Euro zu zahlen seien, sagte ein TUI-Sprecher gegenüber der „Welt“.

TUI baut Marktführerschaft aus

Er bestätigte zugleich, dass die neue Währungsklausel für Verträge mit Hoteliers aller europäischen Länder gelte, mit denen die TUI Geschäfte macht. 2011 hatte der damalige TUI-Deutschland-Chef Volker Böttcher nur die griechischen Unternehmer in die Pflicht nehmen wollen, nicht jedoch die spanischen, italienischen oder portugiesischen, was die Empörung in Athen ob der Ungleichbehandlung noch befördert hatte.

In der Zwischenzeit haben sich die Wogen geglättet, und das auch deshalb, weil die TUI das Versprechen, ihre Marktführerschaft bei den Hellenen auszubauen, trotz ihrer anhaltenden Streiklust gehalten hat. So ist die Zahl der in den Griechenland-Katalogen gelisteten Hotels von 281 im Jahr 2011 auf 452 in der Sommersaison 2015 gestiegen.

Im gleichen Zuge erhöhte der Veranstalter auch die Zahl der Flugsitze. „Gegenüber dem Vorjahr haben wir das Kontingent von TUIfly um zehn Prozent aufgestockt“, so der Sprecher. Die TUI ist davon überzeugt, dass ein großer Teil der deutschen Reisenden, die den nordafrikanischen und arabischen Raum wegen der anhaltenden Unruhen meiden, auf Griechenland ausweicht.

Und weil unter diesen „Neuzugängen“ vermutlich viele jüngere Urlauber seien, will der Veranstalter „mehrere moderne Hotels aus den Reisewelten ‚TUI Scene‘ und ‚TUI Lifestyle‘ auf Kreta, Kos, Korfu sowie auf dem Westpeloponnes eröffnen: „Wir glauben, dass die Region Chania auf Kreta Trendziel Nummer eins in diesem Jahr wird.“

Währungsvorteile für Urlauber

Vorsichtiger äußerte sich der Unternehmenssprecher zu den Folgen eines Euro-Ausstiegs – er heißt im euphemistischen Neusprech nun „Grexit“ – für die Urlauber. So hatte der frühere TUI-Deutschland-Chef Böttcher 2011 zugesichert, dass die TUI Währungsvorteile, die sich durch eine wahrscheinlich sehr viel schwächere Drachme ergäben, an ihre Kunden weiterreicht: „Sollten durch eine Drachmen-Währung die Reisepreise günstiger werden, würden die Vorteile weitestgehend – oder man kann sagen eins zu eins – weitergegeben.“ Das heißt, die Kosten für Griechenland-Reisen sinken.

Demgegenüber heißt es heute aus TUI-Kreisen lediglich: „Selbst wenn Griechenland die Euro-Zone verlassen sollte, hätte das für unsere Gäste keine Auswirkungen auf ihre gebuchte Reise. Die veröffentlichten Preise gelten weiterhin.“

Zwar vermutet man auch heute, dass „ein Euro-Ausstieg eine Abwertung der neuen griechischen Währung gegenüber dem Euro zur Folge hätte“. Allerdings wird in diesem Zusammenhang im Statement lediglich von verringerten Nebenkosten gesprochen: „Dann würden Lebensmittel, Getränke und Eintritte für Sehenswürdigkeiten noch günstiger als bisher.“

 

Original-Quelle:

www.welt.de/reise/nah/article136076047/

April 15, 2014

Albanien: Heute hat das Land die welthöchste Mercedes-Dichte

1975 reiste unser Autor als Maoist nach Tirana und an die Adria. 37 Jahre später kam er als Tourist – und staunte, wie schnell aus der stalinistischen Diktatur ein kapitalistisches Boomland wurde. Von Alan Posener

Als wir in Tirana landen, Direktflug von Berlin-Schönefeld, wird klar, dass nicht alle Gäste gleich sind. Zuerst dürfen die Chinesen das Flugzeug verlassen. Dann wir, die Freundschaftsdelegation aus der Bundesrepublik. Zum Schluss die ostdeutschen Ingenieure. Das Flughafengebäude ist kaum größer als ein Zweifamilienhaus, über dem Eingang hängt ein Plakat, auf dem Enver Hodscha und Josef Stalin sich die Hand geben. Read the rest of this entry »

Juli 1, 2013

Beim ersten Besuch in Berlin sollte man eine Stadtrundfahrt machen

Die Bundeshauptstadt ist die größte deutsche Großstadt und sobald man erstmalig hier hinkommt, wird man von der Größe sozusagen erschlagen. Man erspart sich reichlich Zeit, für den Fall, dass man eingangs die Stadtführung durch die Hauptststadt der BRD macht, um hiermit einen allerersten Eindruck zu erhalten. Man kann ja anschließend abermals gewisse Orte, welche einen speziell begeistern, einzeln besuchen.Berlin ist ein Touristenmagnet für Besucher aus allen Teilen der Welt. Die deutsche Hauptstadt bietet ein ganz besonderes Flair und eine sehr große Zahl verschiedenster Sehenswürdigkeiten. Wer Deutschlands schöne und hippe Hauptstadt bei seinem ersten Besuch erst einmal ein bisschen kennenlernen möchte, sollte dies am besten bei einer Stadtrundfahrt tun. Read the rest of this entry »