Januar 24, 2015

Sonntag Aktuell Touristikpreis 2015: Hapag-Lloyd Kreuzfahrten für Themenreisen ausgezeichnet

Hamburg (ots) -

 - Sonntag Aktuell zeichnet kreative Reiseideen aus - Themenreisen "Fußball Weltmeisterschafts-Talks" von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten prämiert 

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten gehört zu den am 18. Januar veröffentlichten Gewinnern des Sonntag Aktuell Touristikpreises 2015. Ausgezeichnet wurde das Themenreisen-Programm am Beispiel der “Weltmeisterschafts-Talk Reisen” zur Fußball-WM im vergangenen Jahr. Auch 2016 zur Europameisterschaft wird dieses erfolgreiche Format an Bord der EUROPA und EUROPA 2 wiederholt.

Mit dem Touristikpreis zeichnet Sonntag Aktuell jährlich Veranstalter und Touristikbüros für ihre kreativen Reiseideen aus. In diesem Jahr stimmten über 4.000 Leser über die zwölf von der Redaktion vorgeschlagenen Konzepte ab und schlussendlich wurden drei Gewinner gekürt. Hapag-Lloyd Kreuzfahrten erhält die Auszeichnung in der Kategorie “Unterwergs-Reisen” für das Themenreisen-Programm am Beispiel der “Weltmeisterschafts-Talk Reisen” zur Fußballweltmeisterschaft in Brasilien im Sommer 2014. Während der WM-Zeit analysierten an Bord der EUROPA und EUROPA 2 auf ausgewählten Reisen unter fachkundiger Leitung von Jochen Sprentzel und Jörg Wontorra Vereinsmanager, ehemalige Nationalspieler oder Schiedsrichter die Spiele und diskutierten mit den Gästen über Spielsituationen, Platzverweise und Schiedsrichterentscheidungen. Aktionen wie eine WM-Lounge, Torwandschießen oder auch kulinarische Begleitungen zu den Spielen rundeten das Programm ab.

Auch zur Europameisterschaft 2016 in Frankreich können sich die Gäste wieder auf die Weltmeisterschafts-Talk Reisen freuen. An Bord der EUROPA und EUROPA 2 wird es auch dann auf ausgewählten Reisen spannende Talkrunden und Spielanalysen mit namhaften Experten geben.

Ebenfalls zum Programm der Themenreisen an Bord der Hapag-Lloyd Kreuzfahrten Schiffe gehören unter anderem Familienreisen, Golfkreuzfahrten, Gourmet- und Musikreisen oder auch Studienreisen.

 

Homepage besuchen:

http://www.presseportal.de/pm/

Januar 22, 2015

Sex braucht Sicherheit

Viele Frauen haben gern Sex, wenn der Partner ihnen Sicherheit vermittelt, weiß Paartherapeut Oskar Holzberg.

 
“Du möchtest mit mir schlafen. Ich weiß ja was du brauchst. Ich weiß, dass du dich mir dann nah fühlst. Aber ich kann das so nicht. Vor allem, wenn ich mich gerade vorher noch so von dir kritisiert gefühlt habe.” Frau V. lächelt ihren Mann unsicher an, der jetzt ganz erwartungsfroh guckt, aber nichts sagt. Sie schaut mich etwas ratlos an. “Wir sehen uns den ganzen Tag nicht”, sagt sie weiter an ihren Mann gerichtet, “und dann kommst du nach Hause, meckerst über das Chaos, wir bringen die Kinder ins Bett. Und meistens läufst du dann noch eine Runde, und ich gucke noch Nachrichten. Und dann sind wir beide geschafft, und es ist Zeit, ins Bett zu gehen. Und… und ich habe dann schon immer Angst. Und hoffe, dass du müde bist. Ich weiß ja, dass du dich dann abgelehnt fühlst, wenn ich nicht mit dir schlafen will. Und dann mache ich es auch, aber… eigentlich geht das nicht für mich.”

Frau V. fängt an zu weinen. Frau V. schläft gerne mit ihrem Mann. Aber nicht immer, wenn er es möchte. Und vor allem nicht, wenn sie gar keine innere Verbindung zu ihm fühlt. Aber irgendwie fühlt sie sich auch schuldig und kleinlich, dass sie ihrer Lust nicht freier nachgeben kann. Denn im Grunde ist es doch wunderbar, dass ihr Mann sie so begehrt. Was auch Herr V. findet. Er kommt zu sich, wenn er die anstrengende Welt hinter sich lassen kann, und kann es gar nicht erwarten, zu seiner Frau unter die Laken zu schlüpfen. Der Partner, der weniger Lust verspürt, bestimmt die Sexualität. Frau V. fühlt und weiß das. Aber sie empfindet keine Macht – eher Ohnmacht durch ein Dilemma, das sie nicht lösen kann.

Ein Dilemma, das viele Paare erleben. Männer scheinen durch Sex zur Nähe zu finden. Frauen hingegen finden eher durch emotionale Nähe zum Sex. Soziologen sehen die Geschlechterrollen als Ursachen hierfür an. Frauen sind mehr auf eine sichere Bindung angewiesen. Sie waren und sind wirtschaftlich abhängiger. Sie können schwanger und dann verlassen werden. Sie haben – weil sie sich nur in einem bestimmten Lebensalter fortpflanzen können – schlechtere Chancen auf dem Heiratsmarkt. Auch psychologische Studien zeigen, dass bei Frauen, anders als bei Männern, bei sexueller Erregung auch Hirnregionen aktiv sind, die für Urteile und Entscheidungen zuständig sind.

Lust wird immer im Zusammenhang mit der Situation und den Umständen erlebt. Sexuelle Erregung ist also damit verbunden, wie geborgen und vertraut sich die Beziehung anfühlt. Entsprechend zeigt sich in Untersuchungen, dass die langjährigen Paare, die sich einander insgesamt näher fühlen, auch ihre Sexualität als befriedigender einschätzen.

In einer festen Liebesbeziehung ist sexuelle Erregung also davon abhängig, wie nah und verbunden wir uns fühlen. Auch auf die Gefahr hin, vulgär zu klingen und dazu aufzufordern, ziemlich berechnend vorzugehen, habe ich Männern wie Herrn V. schon gesagt: “Wer ficken will, muss freundlich sein.” Das prägt sich ein, ist leicht einzusehen und beschreibt einen von Männern häufig übersehenden Aspekt in der Sexualität von Paaren. Sex braucht Sicherheit.

 

Link zum Artikel:

www.brigitte.de/liebe/beziehung/

Januar 20, 2015

Fußball: Schädigen Kopf­bälle auf Dauer das Gehirn?

Im Extremfall prallt ein Fußball mit 100 Stundenkilo­meter auf den Kopf eines Spielers, wenn er ihn als Kopf­ball annimmt. Eltern von US-Fußball­junioren sorgen sich, dass Kopf­bälle im Fußball dem Gehirn lang­fristig schaden können. Sie fordern strengere Regeln und haben kürzlich gegen den Welt­fußball­verband Fifa und mehrere US-Fußball­verbände Klage einge­reicht. test.de sprach mit Experten, um zu klären, wie groß die Gefahr durch Kopf­bälle wirk­lich ist.

Eltern von US-Juniorfuß­ballern in Sorge

In Deutsch­land ist Fußball traditionell die beliebteste Sport­art bei Kindern und Jugend­lichen. Für 2014 registrierte der Deutsche Fußball­bund fast 1,9 Millionen Junior­mitglieder bis 18 Jahre. Mitt­lerweile wächst auch beim US-Nach­wuchs die Fußball­begeisterung – doch Mütter und Väter sind nicht immer begeistert vom Soccer. Sie fürchten unter anderem Gehirn­erschütterungen und chro­nische Hirn­schäden durch Kopf­bälle. Deshalb haben Eltern von Juniorfuß­ballern in den USA Ende August 2014 US-Fußball­verbände sowie die Welt­fußball­organisation Fifa vor einem Gericht in Kalifornien verklagt: Die Fußball­regeln reichen ihrer Einschät­zung nach nicht aus, um beispiels­weise vor Kopf­ball-Folgen zu schützen und sollten daher verschärft werden. In vielen Sport­arten, die in den USA populär sind, wie Base­ball, Eis­hockey und American Football, ist das Tragen eines Kopf­schutzes üblich. Die Fifa wollte sich auf Anfrage von test.de nicht zu dem aktuellen Gerichts­verfahren äußern. Laut medizi­nischen Fachleuten der Fifa werden die Auswirkungen des Kopf­ball­spiels aber erforscht.

Studien deuten Risiken an

In den vergangenen Jahren erschienen verschiedene Studien, die einen Zusammen­hang zwischen intensivem Kopf­ball­spiel, Hirn­ver­änderungen und kognitiven Defiziten andeuten: So analysierten etwa Wissenschaftler der New Yorker Yeshiva Universität per diffusions­gewichteter Magnetresonanztomografie unnormale weiße Stellen im Gehirn von Fußballern, die laut eigener Angaben jeweils mehr als 885 Bälle im Jahr köpfen (Soccer Heading Is Associated with White Matter Microstructural and Cognitive Abnormalities). Diese Spieler schnitten bei kognitiven Tests schlechter ab als Spieler, die seltener köpften. Auch ein Forscher­team aus den USA und Deutsch­land hatte in den Gehirnen von Profifuß­ballern im Vergleich zu Leistungs­schwimmern groß­flächigere Veränderungen in der weißen Substanz entdeckt, die für die Nerven­kommunikation bedeut­sam ist (White Matter Integrity in the Brains of Professional Soccer Players Without a Symptomatic Concussion). Die Autoren schließen einen Zusammen­hang zum Kopf­ball­spiel nicht aus. Allerdings räumen sie selbst metho­dische Grenzen ihrer Studien ein – nur wenige Dutzend Probanden, kein Lang­zeitfokus.

Gehirn­erschütterungen nach Zusammenprall

Der Kinder­chirurg Professor Peter P. Schmittenbecher vom Klinikum Karls­ruhe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie, hält das Risiko durch Kopf­bälle bei Kindern und Jugend­lichen für trag­bar. Es lägen keine evidenz-basierten Studien vor, die Anlass zur Sorge gäben. Auch zu akuten Verletzungen führten Kopf­bälle nur sehr selten. „Von etwa 14 000 Notfällen, die wir im Klinikum Karls­ruhe jähr­lich versorgen, sind Unfälle durch Kopf­bälle die absolute Ausnahme“, sagt Professor Schmittenbecher. Viel häufiger verursachten Kopf-an-Kopf-Zusammen­stöße beim Fußball Gehirn­erschütterungen und Prel­lungen. Das bestätigt auch die jüngste Verletzungs­studie des europäischen Fußball-Dach­verbands Uefa für Top-Profi-Clubs. Danach gehen nur etwa 0,5 Prozent der Verletzungen auf das Konto von Kopf­bällen. Deutlich mehr Kopf­verletzungen entstehen danach durch den Zusammenprall mit Torpfosten oder Mitspielern. Als besonders gefähr­lich gelten sogenannte Quer­schläger – Bälle, die während des Spiels den Kopf unvor­hergesehen mit Wucht treffen. Sie können lebens­bedrohliche Hirn­blutungen auslösen.

Biomechaniker setzen auf Technik und Training

Biomechaniker der Deutschen Sport­hoch­schule in Köln beschäftigten sich mit den Risiken des Kopf­ball­spiels aus bewegungs­wissenschaftlicher und traumatologischer Sicht. „Hart geschossene Fußbälle mit Spitzen­geschwindig­keiten bis zu 100 Stundenkilo­metern werden nur selten in Anflug­richtung zurück beschleunigt“, erklärt Erich Kollath von der Sport­hoch­schule Köln. Daher wirke meist nur ein Teil der Kraft auf den Kopf. Zudem entständen die meisten Kopf­ball­situationen nach Flanken, bei denen der Ball bei weitem nicht Maximal­geschwindig­keit habe. Kollath ist über­zeugt, dass ein adäquates Techniktraining Risiken verringern kann: „Vor der Kontakt­phase beim Kopf­ball sollte der Spieler eine Ausholbewegung in entgegen­gesetzter Richtung ausführen.“ Zudem sollten die Augen möglichst lange offen bleiben, um die Flugbahn des Balls besser abschätzen zu können und ihn dann präzise mit der Stirn zu treffen. Kräftige Nacken- und Rück­muskeln trügen dazu bei, die einwirkende Kraft besser zu verteilen. Wichtig: „Bei einem Kinder- und Jugend­training sollten maximal drei Serien von jeweils zehn Kopf­bällen mit alters­gemäßen Bällen durch­geführt werden“, rät Kollath. Dazwischen seien Pausen von sieben bis zehn Minuten wichtig. Als Spiel­element gewinne der Kopf­ball über­dies erst ab der C-Jugend vermehrt an Bedeutung, also ab 13 Jahren. Dann erst werde aus tech­nisch-taktischer Sicht das Spiel über Außen mit Flanken vor das Tor bedeut­samer.

Den richtigen Ball wählen

Die Wucht von Kopf­bällen lässt sich auch durch passende Bälle verringern. Je nach Alter sollten Fußball­trainer beim Kopf­ball­training Bälle aus leichtem Material einzusetzen, empfiehlt Kollath. Dazu eigneten sich im Vorschul­alter Schaum­stoff- und Softbälle. Bei Kindern bis zehn Jahren sollten zwischen­durch spezielle Light-Bälle zum Einsatz kommen. „Dadurch verlieren die Kinder die Angst vor dem Kopf­ball­spiel und können sich auf die Aneignung der richtigen Technik konzentrieren“. Biomecha­nische Messungen hätten ergeben, dass sich neben der Anflug­geschwindig­keit auch der Luft­druck eines Balls auf den Aufprall auswirke. Er darf laut Richt­linien von 0,6 bis 1,1 bar variieren, sollte beim Kopf­ball­training aber keinesfalls ausgeschöpft sein. Der Deutsche Fußball­bund empfiehlt für Kinder- und Jugend­training zudem kleinere und leichtere Bälle. Ein Wett­kampf­ball sollte bis einschließ­lich E-Jugend maximal 290 Gramm wiegen, ein herkömm­licher Fußball bringt bis zu 450 Gramm auf die Waage. Egal, ob beim Amateur- oder Profifuß­ball – längst rollen Bälle mit einer wasser­abweisenden Schutz­schicht über den Rasen. Die saugen sich – anders als früher die offenporigen Lederbälle – nicht mit Wasser voll und werden bei Nässe nicht schwerer.

Kopf­schutz über­zeugt nicht

Besonders in den USA diskutieren Fachleute seit Jahren, ob ein spezieller Kopf­schutz vor Gehirn­erschütterungen schützen kann. In den Vereinen dort tragen vor allem Frauen und jüngere Spieler einen stirnband­ähnlichen Schutz. Die Fifa hat das genehmigt. Wissenschaftler der Universität Northern Kentucky beschrieben 2009 in einer Über­blicks­studie, dass noch Forschungs­bedarf beim Thema Kopf­schutz bestehe (Protective Headgear for Soccer Players: An Overview). Offen­bar können handels­übliche Modelle Schädel und Hirn bei Zusammen­stößen schützen, der Nutzen bei Kopf­bällen ist noch nicht belegt. Doch Ingenieure tüfteln an neuen Materialien: 2014 präsentierten indonesische und malaysische Forscher einen Test, wonach ein Kopf­schutz aus dem Schaum vom Knieschützern die Wucht von Kopf­bällen dämpfen kann (Impact-absorbing Materials in Reducing Brain Vibration Caused by Ball-to-head Impact in Soccer).

Kopf­bälle machen Spiel spannend

„Beim Fußball besteht eben ein gewisses Verletzungs­risiko“, sagt der Kinder­chirurg Schmittenbecher. Er hält es trotzdem für sinn­voll, wenn Kinder Fußball spielen. Durch Inaktivität entständen neue Risiken wie Überge­wicht, Gelenk­probleme und Diabetes. Diese Einschät­zung dürfte Fußball­taktiker freuen: „Mit Kopf­bällen können vor dem gegnerischen Tor gefähr­liche Situationen entstehen“, schreibt der Deutsche Fußball­bund in seinen Trainings­empfehlungen für C-Jugend-Spieler. Die Welt­meisterschaft in Brasilien habe gezeigt, dass Flanken und Stan­dard­situationen durch kopf­ball­starke Spieler an Durchschlags­kraft gewinnen.

Fazit: Eltern sollten Training beob­achten

Es liegen keine über­zeugende Studien vor, die gesundheitliche Schäden durch moderates Kopf­ball­spielen im Kinder-, Jugend- und Amateurfuß­ball nach­weisen. Allerdings raten Experten, Kopf­bälle im Kinder- und Jugend­fußball oft auch mit leichteren Bällen und grund­sätzlich nicht im Über­maß zu trainieren. Eltern von Vereins-Fußball­junioren können sich bei den Trainern erkundigen, wie oft und mit welchem Ball­material sie Kopf­bälle einüben. Das größte Risiko für Gehirn­erschütterungen und andere schwerwiegende Kopf­verletzungen entsteht beim Fußball offen­bar, wenn Spieler mit den Köpfen oder Pfosten zusammen­stoßen. Aber egal, was die Ursache ist: Sobald der Verdacht einer Gehirn­erschütterung besteht, sollten betroffene Spieler sofort mit dem Spiel aufhören und einen Arzt aufsuchen. Möglicher­weise wird der eine längere Fußball­pause verordnen, weil Gehirn­erschütterungen ausheilen müssen.

 

Die Homepage besuchen:

https://www.test.de/

Januar 12, 2015

TUI stellt sich auf Währungswechsel in Athen ein

Kaum jemand erinnert sich noch an Andreas Andreadis, der 2011 für einige Tage die deutschen und griechischen Schlagzeilen beherrschte. Der Präsident des griechischen Tourismusverbandes hatte damals im Brustton der Überzeugung erklärt: “Kein griechischer Hotelier wird sich darauf einlassen.” Womit er auf eine Euro-Währungsklausel anspielte, die Deutschlands größter Reiseveranstalter TUI in die Verträge aufnehmen wollte, um sich bei einer Rückkehr zur Drachme gegen Wechselkursverluste zu wappnen.

Andreadis sollte sich irren. Heute, vier Jahre später, verfolgt die TUI die von der Bundesregierung forcierte Diskussion über einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone gelassen. Man sei auf jegliche Währungsereignisse eingestellt. Die Verträge seien inzwischen derart gestaltet, dass Verbindlichkeiten immer in Euro zu zahlen seien, sagte ein TUI-Sprecher gegenüber der “Welt”.

TUI baut Marktführerschaft aus

Er bestätigte zugleich, dass die neue Währungsklausel für Verträge mit Hoteliers aller europäischen Länder gelte, mit denen die TUI Geschäfte macht. 2011 hatte der damalige TUI-Deutschland-Chef Volker Böttcher nur die griechischen Unternehmer in die Pflicht nehmen wollen, nicht jedoch die spanischen, italienischen oder portugiesischen, was die Empörung in Athen ob der Ungleichbehandlung noch befördert hatte.

In der Zwischenzeit haben sich die Wogen geglättet, und das auch deshalb, weil die TUI das Versprechen, ihre Marktführerschaft bei den Hellenen auszubauen, trotz ihrer anhaltenden Streiklust gehalten hat. So ist die Zahl der in den Griechenland-Katalogen gelisteten Hotels von 281 im Jahr 2011 auf 452 in der Sommersaison 2015 gestiegen.

Im gleichen Zuge erhöhte der Veranstalter auch die Zahl der Flugsitze. “Gegenüber dem Vorjahr haben wir das Kontingent von TUIfly um zehn Prozent aufgestockt”, so der Sprecher. Die TUI ist davon überzeugt, dass ein großer Teil der deutschen Reisenden, die den nordafrikanischen und arabischen Raum wegen der anhaltenden Unruhen meiden, auf Griechenland ausweicht.

Und weil unter diesen “Neuzugängen” vermutlich viele jüngere Urlauber seien, will der Veranstalter “mehrere moderne Hotels aus den Reisewelten ‘TUI Scene’ und ‘TUI Lifestyle’ auf Kreta, Kos, Korfu sowie auf dem Westpeloponnes eröffnen: “Wir glauben, dass die Region Chania auf Kreta Trendziel Nummer eins in diesem Jahr wird.”

Währungsvorteile für Urlauber

Vorsichtiger äußerte sich der Unternehmenssprecher zu den Folgen eines Euro-Ausstiegs – er heißt im euphemistischen Neusprech nun “Grexit” – für die Urlauber. So hatte der frühere TUI-Deutschland-Chef Böttcher 2011 zugesichert, dass die TUI Währungsvorteile, die sich durch eine wahrscheinlich sehr viel schwächere Drachme ergäben, an ihre Kunden weiterreicht: “Sollten durch eine Drachmen-Währung die Reisepreise günstiger werden, würden die Vorteile weitestgehend – oder man kann sagen eins zu eins – weitergegeben.” Das heißt, die Kosten für Griechenland-Reisen sinken.

Demgegenüber heißt es heute aus TUI-Kreisen lediglich: “Selbst wenn Griechenland die Euro-Zone verlassen sollte, hätte das für unsere Gäste keine Auswirkungen auf ihre gebuchte Reise. Die veröffentlichten Preise gelten weiterhin.”

Zwar vermutet man auch heute, dass “ein Euro-Ausstieg eine Abwertung der neuen griechischen Währung gegenüber dem Euro zur Folge hätte”. Allerdings wird in diesem Zusammenhang im Statement lediglich von verringerten Nebenkosten gesprochen: “Dann würden Lebensmittel, Getränke und Eintritte für Sehenswürdigkeiten noch günstiger als bisher.”

 

Original-Quelle:

www.welt.de/reise/nah/article136076047/

Januar 11, 2015

Billigflieger auf Expansionskurs: Ryanair will Nummer zwei in Deutschland werden

Düsseldorf – Europas größter Billigflieger Ryanair will die Lufthansa auf deren Heimatmarkt angreifen und Air Berlin vom zweiten Platz verdrängen. “Derzeit haben wir einen Marktanteil von rund vier Prozent in Deutschland, in den nächsten drei bis vier Jahren streben wir eine Steigerung auf 15 bis 20 Prozent an”, sagte Ryanair-Chef Michael O’Leary dem “Handelsblatt”.

Damit lägen die Iren bei der Zahl der Starts zwar noch weit hinter Marktführer Lufthansa und dessen Billigtochter Germanwings, die auf der Kurz- und Mittelstrecke einen Marktanteil von knapp 50 Prozent halten. Sie rückten aber Air Berlin auf den Deutschland- und Europastrecken auf die Pelle, die Airline hat dort einen Anteil von über 20 Prozent.

Vor der neuen Billigstrategie der Lufthansa zeigte O’Leary keine Angst. “Da treffen sich Ingenieure und Doktoren in Frankfurt und beschließen am grünen Tisch, dass sie einen Billigflieger gründen. Das reicht aber nicht.” Auch die neuen Töchter – gemeint sind Germanwings und die neue Billigplattform Eurowings – hätten die hohe Kostenstruktur des Mutterkonzerns. Lufthansa-Chef Carsten Spohr verspricht sich von Eurowings hingegen um 40 Prozent geringere Stückkosten.

Ryanair drängt nach München

Hatte Ryanair bislang vor allem auf kleinere Flughäfen abseits von Großstädten gesetzt, will O’Leary künftig verstärkt größere Flughäfen ansteuern. “Wir reden derzeit mit acht deutschen Flughäfen, davon vier bis fünf Großflughäfen, die noch nicht zu unserem Netz gehören.” Diese böten nun “satte Rabatte” an, um von Ryanairs Wachstum zu profitieren. Mit der veränderten Strategie will die Airline auch mehr Geschäftsreisende gewinnen.

Von April an werden die Iren Stuttgart anfliegen, der Flughafen Fuhlsbüttel in Hamburg steht bereits im Flugplan. “Wir kommen in alle eure größeren Flughäfen außer Frankfurt”, hatte Ryanair-Marketingchef Kenny Jacobs im Dezember in der “Wirtschaftswoche” angekündigt – und namentlich den Münchner Flughafen genannt. Dort könnte es nach Aussage des Flughafensprechers aber schwierig werden, Slots zu bekommen.

Eigenes Vergleichsportal für Flugpreise

Den Umbau von Ryanair will O’Leary in den kommenden Monaten forcieren. Die Gesellschaft solle zu einem “Amazon der Lüfte in Europa” werden. Voraussichtlich im März will er eine Website starten, die auch die Angebote der Wettbewerber auflistet. So sollten Kunden die Ticketpreise vergleichen können, ohne Preisvergleichsportale nutzen zu müssen.

Die Äußerungen von O’Leary im “Handelsblatt” haben den Börsenkurs der Lufthansa am Dienstagnachmittag etwas belastet. Der Billigflieger-Chef sei zwar als Lautsprecher bekannt, habe bislang aber seinen Worten Taten folgen lassen, sagte ein Händler Am Montag hatte ein kräftiger Passagierzuwachs im Dezember die Ryanair-Titel auf ein Rekordhoch getrieben. Verbesserter Service und günstigerer Ticketpreisen haben die Billigairline wohl attraktiver gemacht.

 

externer Link zum Artikel:

www.spiegel.de

Januar 9, 2015

Hostels und Jugendherbergen: Wo Skifahrer günstig übernachten

Der Schnee ist da, endlich! Seit Weihnachten rieselt es. Wer wie ich kurzfristig über die freien Silvestertage in die Berge wollte, ist beim Blick auf die Preise für das kurzfristige Skivergnügen allerdings aus den Bindungen gekippt.

Denn über Silvester kurzentschlossen in den Schnee zu reisen, kommt preislich gesehen einem Sabbatical in der Karibik gleich. Glückwunsch an alle, die sich rechtzeitig über Neujahr in den Bergen eingebucht haben.

Mit ein bisschen Insiderwissen muss auch spontaner Winterspaß nicht teuer sein. Denn man kann in den Alpen durchaus günstig nächtigen.

In Saas Fee zum Beispiel hat diesen Winter das Wellness Hostel 4000 eröffnet, eine futuristische Herberge mit angeschlossener Saunawelt und Preisen wie im letzten Jahrhundert. Bereits ab 40 Euro pro Nacht kann man dort einchecken, Frühstück inklusive. Gut, dafür teilt man sich das Zimmer mit fünf Leuten und duscht auf dem Gang. Intimität kostet extra: 130 Euro zahlt man für ein Doppelzimmer mit allem Schnick und Schnack – aber für Saas Fee bleibt das trotzdem ein Schnäppchen.

Überhaupt sind Hostels und Jugendherbergen gute Orte für die Nächte zwischen zwei Skitagen. In vielen Häusern in der Schweiz (www.youthhostel.ch) und Österreich (www.oejhv.at) übernachtet man in Zwei- bis Vierbettzimmern, einige Herbergen haben sogar Doppelzimmer mit eigenem Bad. Und oft Top-Lagen.

Das Youthpalace in Davos zum Beispiel ist ein ehemaliges Kurhaus und liegt nur einige Gehminuten von der Parsennbahn entfernt. Von der Terrasse aus hat man einen tollen Blick auf Bergpanorama und Wolfgangsee. Die Jugendherberge in Valbella-Lenzerheide liegt sogar direkt an der Piste.

Die Jugendherberge in Zermatt zählt mit ihrem futuristischen Anbau zu den modernsten in Europa. Mit etwas Glück schaut man hier sogar vom Bett aufs Matterhorn.

Und wer gerne mal gucken will, wie Stars und Sternschnuppen urlauben, kann in der Jugendherberge St. Moritz einchecken. Das Hostel liegt so zentral im Ort, dass man den Menschen in Pelzmänteln vom Zimmer aus zuprosten kann. Und wer mehr als eine Nacht bleibt, zahlt für den Skipass für die Skigebiete in St. Moritz nur 35 Franken (29 Euro) pro Tag.

Auch die Österreicher wissen, wie man uns Skifahrer günstig auf den Berg bringt. Das Haus Seespitz in Zell am See zum Beispiel hat einen Top-Skibus-Anschluss – nicht nur an das Skigebiet Kaprun.

Nett ist auch die Jugendherberge Innsbruck: Gleich drei Skigebiete sind von dort per Bus zu erreichen – und zum Après-Ski liegen zahlreiche Bars und Restaurants um die Ecke. Und die Jugendherberge Heiligenblut liegt mitten im Nationalpark Hohe Tauern an der Skipiste.

Zur Person

  • Louis Hermic

    Das Skifahren hat Stéphanie Souronschon mit vier Jahren gelernt. Heute verbringt die Journalistin ihre Freizeit am liebsten in den Alpen. Ihr Job als freie Autorin hat sie nach Hamburg verschlagen – inzwischen weiß sie, welche Fluglinien die Skier gratis transportieren und mit welchem Bus man am schnellsten ins Skigebiet kommt. Trotzdem ahnt sie: Eine Stadt ohne Berge und Schnee ist auf Dauer kein Lösung.

    Im Pisten-Blog erzählt Souron vom langen Warten auf den Schnee, von Neuheiten in den Skigebieten, philosophiert über das beste Hüttengericht und alles, was im Winter draußen Spaß macht.

Zur Anbieter-Website:

www.spiegel.de/reise/europa

Januar 3, 2015

Dr. Klein gibt Versicherungstipps für den Jahreswechsel

Lübeck (ots) – Silvester ohne Feuerwerk? Undenkbar! Doch Vorsicht: Böller, Raketen und sonstige Feuerwerkskörper sorgen jedes Jahr für zahlreiche Unfälle und Brände. Dr. Klein informiert, welche Versicherungen für Brandschäden und Verletzungen aufkommen.

Viele Menschen freuen sich auf die alljährliche Silvesterparty und das dazugehörige Feuerwerk. Was für die meisten das Highlight des Jahres ist, kann jedoch schnell zu einem Albtraum werden: Nämlich dann, wenn die Nacht in einem Krankenhaus endet, weil der Knallkörper zu nah am Auge explodiert ist, der Vorhang am Fenster brennt oder das Auto durch eine Rakete beschädigt wurde. Aber welche Versicherung hilft im Schadensfall?

Private Haftpflichtversicherung ersetzt selbstverschuldete Schäden

Wer ohne Vorsatz anderen Menschen durch Feuerwerkskörper einen Schaden zufügt, ist durch die private Haftpflichtversicherung abgesichert. Sie springt auch dann ein, wenn beispielweise auf der Silvesterparty ein Glas Rotwein auf dem Teppich des Gastgebers landet.

Wohngebäudeversicherung hilft bei Schäden am Haus

Wird das Eigenheim durch einen Feuerwerkskörper beschädigt, ersetzt die Wohngebäudeversicherung den entstandenen Schaden. Sie zahlt außerdem eventuelle Aufräumarbeiten und die Kosten für den Hotelaufenthalt, falls das Haus oder die Wohnung vorübergehend nicht bewohnbar ist. Sind vermietete Objekte von Schäden betroffen, müssen sich deren Bewohner an den Vermieter oder Hausbesitzer wenden, da die Wohngebäudeversicherung oftmals durch den Immobilieneigentümer abgeschlossen wird.

Hausratversicherung haftet für Schäden an Einrichtungsgegenständen

Entstehen durch Böller Schäden an Möbeln, Elektrogeräten oder Kleidung, übernimmt die Hausratversicherung die finanziellen Folgen. Zusätzlich werden Brand- und Löschwasserschäden von der Versicherung abgedeckt.

Kaskoversicherung schützt das Auto

Trifft eine Silvesterrakete das Auto und setzt es in Brand, springt die Teilkaskoversicherung ein. Die Ausnahme sind allerdings Sengschäden, die durch glimmendes Feuerwerk verursacht wurden. Die Vollkaskoversicherung zahlt auch, wenn das Fahrzeug mutwillig beschädigt wurde und der Schuldige nicht ermittelt werden kann.

Krankenversicherung zahlt bei einer selbstverschuldeten Verletzung

Wer einen Feuerwerkskörper zündet und sich dabei selbst verletzt, kann wie gewohnt seine Krankenversicherung für die Behandlung der Verletzungen in Anspruch nehmen. Die Folgekosten, falls die Gesundheit des Versicherten längerfristig beeinträchtigt wird, tragen eine private Unfallversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Sicherheitstipps für die Silvesternacht

Wer nicht auf das Feuerwerk verzichten möchte, sollte EU-geprüftes Knallzeug verwenden und auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu anderen Menschen sowie zu Tieren, Gebäuden und Autos achten. Blindgänger müssen gleich entsorgt und dürfen nicht noch einmal angezündet werden. Kinder sollten nur altersgerechte Feuerwerkskörper wie beispielsweise Wunderkerzen entzünden – und auch diese nur unter Aufsicht. Hausbesitzer sind gut beraten, alle Fenster und Türen zu schließen, damit umherfliegende Raketen kein Feuer entfachen können.

Sind doch einmal Versicherungsschäden in der Silvesternacht entstanden, müssen diese umgehend an den Versicherer gemeldet werden. Es sollten alle Schäden mithilfe von Fotos und einer Auflistung dokumentiert und der Versicherung zugestellt werden.

Weitere Informationen zu den verschiedenen Versicherungen finden Sie auf www.drklein.de/versicherung.html.

Über Dr. Klein

Dr. Klein ist ein unabhängiger Anbieter von Finanzdienstleistungen für Privatkunden und Unternehmen. Privatkunden finden bei Dr. Klein zu allen Fragen rund um ihre Finanzen die individuell passende Lösung. Über das Internet und in mehr als 200 Filialen beraten rund 650 Spezialisten anbieterunabhängig und ganzheitlich zu den Themen Immobilienfinanzierung, Versicherungen und Vorsorge. Schon seit 1954 ist die Dr. Klein & Co. AG wichtiger Finanzdienstleistungspartner der Wohnungswirtschaft, der Kommunen und von gewerblichen Immobilieninvestoren. Dr. Klein unterstützt seine Institutionellen Kunden ganzheitlich mit kompetenter Beratung und maßgeschneiderten Konzepten im Finanzierungsmanagement, in der Portfoliosteuerung und zu gewerblichen Versicherungen. Die kundenorientierte Beratungskompetenz und die langjährigen, vertrauensvollen Beziehungen zu allen namhaften Kredit- und Versicherungsinstituten sichern den Dr. Klein Kunden stets den einfachsten Zugang zu den besten Finanzdienstleistungen. Dr. Klein ist eine 100%ige Tochter des an der Frankfurter Börse gelisteten internetbasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.

Pressekontakt:

 Sven Westmattelmann
Manager Communications
Tel.: +49 (0) 30 / 42086 -1935
Mobil: +49 (0) 151 / 5802 - 7993
Fax: +49 (0) 30 / 42086 -1999
Mail: presse@drklein.de

Dr. Klein & Co. AG
Hansestraße 14
23558 Lübeck
Internet: www.drklein.de
Facebook: www.facebook.com/drkleinag
Google+: google.com/+drklein
Twitter: www.twitter.com/Dr_Klein_de
Blog: www.drklein.de/blog/
Newsletter Privatkunden: www.drklein.de/newsletterPK
Newsletter Firmenkunden: www.drklein.de/newsletterFK

 

Von:

www.presseportal.de/pm

Dezember 30, 2014

Smrtgrips: Die intelligenten Griffe fürs Fahrrad

Smrtgrips

Smrtgrips sollen die herkömmlichen Griffe eines Fahrrads ersetzen und dem Radfahrer mit Navigationsanweisungen helfen sowie auf Radwege, Baustellen und Sehenswürdigkeiten hinweisen. Für sein Projekt will das Berliner Startup ab Januar 2015 Geld auf Indiegogo sammeln.

Das Berliner Startup Smrtgrips möchte mit seinen eigenen, intelligenten Fahrradgriffen Radlern das Fahren erleichtern: Ein Kernteil mit der eingebauten Elektronik wird in die Griff-Enden eingebaut, die herkömmlichen Griffe werden mit Smrtgrips-Griffen ersetzt.

Per Bluetooth verbindet sich das Kernteil von Smrtgrips mit einem Smartphone – die Kopplung soll sowohl mit Android-Geräten als auch mit iPhones möglich sein. Dann kann sich der Radfahrer beispielsweise über Vibrationen in den Griffen den Weg zeigen lassen: Je nachdem, wie er abbiegen muss, vibriert entweder der rechte oder der linke Griff.

Zudem soll sich das eigene Fahrrad über die Smrtgrips leichter finden lassen: Über die App soll dem Nutzer eine Art Radar angezeigt werden, zudem kann er ein akustisches Signal auslösen. Außerdem setzt Smrtgrips auf den Community-Gedanken.

Beliebte Radwege entdecken

So sollen sich Nutzer über die Smrtgrips-App mit Hilfe von Community-Informationen Fahrradwege, beliebte Routen und Wege zu Sehenswürdigkeiten anzeigen lassen können. Über Connected Biking sollen andere Smrtgrips-Nutzer auf einer Karte sichtbar sein, Radfahrer können sich auch untereinander vernetzen.

Über eine Verbindung mit einem anderen Smrtgrips-Nutzer soll die Funktion Separation Alert genutzt werden können: Fahren mehrere Radler in einer Gruppe, schlägt der Vibrationsalarm der Smrtgrips Alarm, wenn ein Teilnehmer der Gruppe zurückfällt. Dies dürfte besonders bei Familien mit Kindern praktisch sein.

Finanzierung über Indiegogo

Die Smrtgrips-Erfinder wollen ab dem 11. Januar 2015 Geld auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo für ihr Projekt sammeln. Über die Höhe der einzelnen Claims ist noch nichts bekannt, auch nicht, welche Art der Finanzierung die Macher wählen werden.  (tk)

Original-Artikel:

www.golem.de

Dezember 27, 2014

Smarte Helfer am Heizkörper – Marktüberblick Smart Home: So sparen Sie intelligent bis zu 30 Prozent Heizkosten

Auch wenn in Deutschland noch kein Schnee liegt: Der Winter kommt bestimmt – und dann ist Heizen angesagt. Zwar sind die Heizkosten zuletzt gesunken, Heizöl ist sogar so günstig wie seit Jahren nicht. Mittelfristig erwarten Experten jedoch, dass Öl und Gas wieder deutlich im Preis steigen.

Wer dauerhaft seine Heizkosten senken will, hat deshalb nur eine Wahl: Mit dem richtigen Heizverhalten den Verbrauch dramatisch senken. „Smarte“ Thermostate oder Heizungssysteme versprechen bis zu 30 Prozent Heizkosten-Einsparung. Das gilt sowohl für Altbau- als auch für Neubauwohnungen – und auch für Mieter.

 

Jeden Heizkörper einzeln programmieren

Gerade ältere Heizungen lassen oft nur grobe Temperatureinstellungen zu: von leicht warm bis heiß. Auf das Verhalten der Bewohner im Haus oder in der Wohnung nehmen sie keine Rücksicht. Kleine technische Helfer schaffen da Abhilfe. Intelligente Thermostate können problemlos an jedem Heizköper einer Wohnung montiert werden. Über sie können die Bewohner ihr persönliches Heizprofil programmieren, das die Wärme jedes Raums auf Wunsch anpasst und die Heizung zeitgesteuert an- und ausschaltet. Dann wird zum Beispiel das Badezimmer morgens früh angenehm warm aufgeheizt. Nach der morgendlichen Toilette aller Bewohner fährt das Thermostat die Heizleistung automatisch wieder zurück. Er kurz bevor die Bewohner von der Schule oder der Arbeit zurückkehren, fährt das Thermostat die Heizung wieder an.

Einige dieser „smarten“ Thermostate lassen sich zusätzlich per Fernbedienung vom Smartphone aus steuern. Damit ist der Zugriff auf jedes einzelne Thermostat möglich. „Dieses System lässt sich sogar noch ausbauen“, erzählt Sigfried Pongratz, Leiter der Abteilung Smarte Technologien beim Verband der Elektrotechnik. Dafür müssen die kleinen Helfer allerdings miteinander vernetzt werden; zum Beispiel per WLAN. In einem echten Smart Home können die einzelnen Thermostate noch genauer aufeinander abgestimmt und das Heizsystem von unterwegs via Tablet, PC oder Smartphone konfiguriert werden.

Das Smartphone weiß, ob jemand zu Hause ist

Eine solche „smarte“ Steuerung ist auch direkt am zentralen Heizungssystem möglich. „Über Wärmesensoren in den einzelnen Räumen hat der Hausbesitzer dann die Temperaturen an jedem Ort in seinem Haus im Blick und kann diese regulieren“, sagt Pongratz.

Auch dieses System kann noch einmal erweitert werden; etwa um funkbasierte Tür- und Fensterkontakte. Dieses Feature bietet zum Beispiel das Smart Thermostat der Firma Tado. „Unser ‚smartes‘ Heizsystem reagiert auf das Öffnen von Fenstern und Türen und passt die Wärmezufuhr in dem entsprechenden Raum an“, erklärt Tado-Sprecherin Stefanie Sedlak. Das System lasse sich zudem mit den Smartphones der Hausbewohner verbinden und reagiert dann auf deren Bewegungen im Haus. „Wenn der letzte Bewohner mit seinem Smartphone das Haus verlässt, fährt das System die Wärmezufuhr des gesamten Hauses automatisch runter.“

Surftipp:

Lösungen für Mieter

Die Möglichkeiten zur intelligenten Haussteuerung sind vielfältig. Für Mieter ist es meist am sinnvollsten, Thermostate für einzelne Heizkörper zu nutzen, da sie in der Regel keinen Zugriff auf die zentrale Heizung haben. Unternehmen wie EQ-3 haben ihr Angebot darauf abgestellt. „Mit unserem Energiesparregler N richten wir uns an Kunden, die nur einzelne Heizkörper einstellen wollen“, sagt Sprecherin Helena Delmenhorst. Über das HomeMatic-System können alle smarten Thermostate miteinander vernetzt und über eine App gesteuert werden. Wer will, kann zusätzliche Zwischenstecker erwerben und damit nicht nur seine Heizung per App steuern, sondern auch das Licht und andere elektronische Geräte über das Smartphone bedienen.

Musterrechnung: So schnell lohnen sich smarte Thermostate

Die Anbieter versprechen, dass Wohnungs- und Eigenheimbesitzer mit der neuen Technik bis zu 30 Prozent Heizkosten einsparen können. Ein Rechenbeispiel zeigt, dass sich der Aufwand lohnt:

Laut dem bundesweiten Heizspiegel 2014 zahlten die Bewohner einer 70 Quadratmeter großen Wohnung im letzten Jahr durchschnittlich 1.000 Euro Heizkosten. Für „smartes“ Heizen sind fünf bis sechs intelligente Thermostate an den Heizkörpern nötig. Diese kosten in der Anschaffung rund 150 Euro kosten, reichen aber bereits aus, um die Heizkosten im Jahr um 300 Euro zu senken.

Normalerweise können die Bewohner die smarten Thermostate selber an den Heizkörpern anbringen. „Ein wenig technikaffin sollte der Kunde schon sein“, rät Delmenhorst. Will ein Hausbesitzer jedoch sein zentrales Heizungssystem mit einer smarten Steuerungseinheit versehen, sollte diese auf jeden Fall von einem fachkundigen Heizungstechniker installiert werden.

Ursprünglich veröffentlicht:

http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/smarthome

Dezember 13, 2014

Billigflieger auf der Langstrecke: Für 99 Dollar in die USA! Echt?

Für 99 Dollar von Europa in die USA fliegen – solche Angebote machen wieder Schlagzeilen. Gerade wirbt die kleine isländische Billigfluggesellschaft Wow Air damit, natürlich mit Stopp in Island.

Wer auf der Wow-Air-Website aber nach solchen Angeboten sucht, findet sie kaum. Schon gar nicht ab deutschen Flughäfen wie Berlin-Schönefeld, Düsseldorf und Stuttgart, die eigentlich von der Fluggesellschaft angeflogen werden. “Das gibt es bisher nur ab Kopenhagen und London-Gatwick”, erklärt eine Firmensprecherin. “Wir hoffen, das ab dem Winterflugplan 2015/16 auch ab Deutschland anbieten zu können.” Also erst in knapp einem Jahr.

Noch muss man bei Wow Air umständlich zwei einzelne Roundtrip-Buchungen machen, von Deutschland nach Island und dann von dort in die USA und zurück. Mit Gepäckgebühren – pro 20-Kilogramm-Koffer insgesamt 130 Euro – ist man selbst zu den günstigsten Tarifen zum Beispiel für September 2015 bei über 600 Euro. Wer statt der freien fünf gern zwölf Kilogramm Handgepäck mitnehmen will, zahlt noch einmal insgesamt 68 Euro mehr. Auch auf der Umsteigeverbindung ab Kopenhagen kommen beispielsweise im Mai 2015 inklusive Gepäck 560 Euro zusammen.

Schwierige Langstrecke

Das Werbeversprechen muss man also – wie immer – genau prüfen. Und gerade Langstreckenverbindungen haben es in sich, denn sie sind auch für Low-Cost-Carrier wirtschaftlich schwierig zu betreiben. Ist das Flugzeug länger in der Luft,gibt es weit geringere Kostenvorteile gegenüber etablierten Fluggesellschaften. Sprit oder Überfluggebühren kosten für alle gleich viel.

Zudem müssen die Crew und ihre Übernachtungskosten, Wartung und Ingenieure vor Ort bezahlt werden. Nachtflugverbote erschweren zudem die effiziente Umlaufplanung. Außerdem hatten die Billigflieger auf Langstrecken bislang oft ältere, unrentable Flugzeuge. Erst jetzt ändert sich das mit neuen kostengünstigen Jets wie der Boeing 787, deren Kabinenpersonal etwa Norwegian Air Shuttle dann auch zum Teil noch in Günstiglohnländern wie Thailand rekrutiert.

Immer wieder sind daher in den vergangenen Jahren Billiglangstrecken gescheitert, vor allem zwischen Großbritannien beziehungsweise Frankreich und den USA. Innerhalb Asiens und in Australiens sind Airlines wie Air Asia X, Jetstar, eine Billigtochter der australischen Qantas, und neuerdings Scoot, ein Billigableger von Singapore Airlines, durchaus erfolgreich. Scoot ist sogar ein Vorbild für Lufthansas Pläne für den neuen Günstig-Langstreckenanbieter Wings.

Die isländische Mini-Fluglinie Wow Air mit derzeit nur vier Flugzeugen hat trotz Fehlversuchen der Konkurrenz große Pläne und will bis 2016 zehn Flugzeuge betreiben und vier US-Städte anfliegen. Was auf der Webseite nur im Kleingedruckten zu finden ist: Die Flüge zwischen Kopenhagen und Keflavik auf Island werden von der bulgarischen Air Via übernommen. Solche verschachtelten Konstruktionen sind unter Billigfliegern nicht unüblich, für den Kunden aber machen sie intransparent, mit welchem Anbieter und Produkt sie eigentlich fliegen.

Nur Norwegian Air Shuttle fliegt ab Deutschland

Solange Lufthansa noch mit streikenden Piloten zu kämpfen hat und Wow Air auf sich warten lässt, gibt es nur einen einzigen Billigflieger, der mit Umsteigen ab Deutschland in die USA fliegt: Norwegian Air Shuttle bietet ab vier deutschen Flughäfen (Hamburg, Berlin-Schönefeld, Köln/Bonn und München) Zubringerflüge zu ihren Drehkreuzen an. Von Oslo, Stockholm, Kopenhagen und neuerdings auch London-Gatwick aus fliegt sie mit sieben brandneuen Boeing 787 Dreamliner-Jets in die USA, nach Dubai sowie Bangkok.

No Frills – kein Schnickschnack inbegriffen -, diese Billigflieger-Devise gilt auch für Wow Air und Norwegian Air Shuttle: Bei den Isländern werden an Bord Sandwiches und kalte Snacks für vier bis sechs Euro angeboten – mager für eine so lange Reise. Bei Norwegian kann man immerhin im Vorweg eine warme Mahlzeit mit Getränken buchen – für pauschal 33 Euro pro Flug. Das sollte man aber auch tun, sonst erhält man gar kein warmes Essen und stundenlang keinerlei Service.

Mit einem 20-Kilo-Koffer und warmer Mahlzeit sowie dem Zubringerflug aus Deutschland kostet bei Norwegian etwa der Trip von Berlin nach New York für eine Woche im März 527 Euro, bei Air Berlin sind es für die vergleichbare Reise ohne Umsteigen 631 Euro. Wen es zur gleichen Zeit nach Bangkok zieht, der reist mit Norwegian von Berlin via Oslo für 707 Euro, während Air Berlin ebenfalls mit Umsteigen den Trip für 735 Euro anbietet.

Die Unterschiede zu Netzwerkgesellschaften, die viele Leistungen inklusive bieten, sind also oft nur gering, und die angeblich “billigen” Anbieter nicht automatisch die billigsten.

 

Website:

www.spiegel.de/reise/aktuell

Dezember 10, 2014

Problem: Ein gebrauchtes Smartphone für die Tochter

Wer Kinder hat, weiß, was es alles für Wünsche gibt, die erfüllt werden wollen. Einem Grundschulkind kann man heute eigentlich ein Handy oder Smartphone nicht verwehren. Erstens haben alle Kinder aus der Klasse eines und zweitens ist es halt auch praktisch, sein Kind erreichen zu können bzw. von seinem Kind angerufen werden zu können. Ich hatte also kapituliert und meiner Tochter ein Smartphone versprochen. Aber, das muss ich zugeben, ein neues Smartphone im Laden zu kaufen, war mir zu teuer und einen festen Vertrag mit 2 Jahren Laufzeit wollte ich auch nicht eingehen.

Der Ausweg? Ich hatte vor, ein gebrauchtes Handy oder Smartphone in einem guten An- und Verkauf in Berlin zu erstehen und dieses mit einer Prepaid-Karte mit 20,00€ Guthaben zu füttern. Also fragte ich einige Freunde und Bekannte, ob sie nicht einen Tipp hätten, wo man ein gutes gebrauchtes Smartphone erstehen könne. Ich hatte 2 Adressen in Berlin und ging in der Mittagspause da mal hin. Der erste Laden wirkte auf mich nicht gerade vertrauenserweckend. Vor dem Laden standen komische Leute rum und im Schaufenster, das auch schon ziemlich lange nicht mehr geputzt wurde, lagen mehr oder weniger verstaubte Handys. Der Eindruck von außen war so schlecht, dass ich nicht mal reinging. Schon etwas genervt ging ich am nächsten Tag zu dem anderen empfohlenen Laden, wobei ich da bereits keine großen Erwartungen mehr hatte. Umso mehr wurde ich überrascht. Ein heller, freundlicher Laden mit 2 sehr freundlichen und kompetenten Mitarbeitern. Ich erklärte meinen Wunsch, Handy für die 10-jährige Tochter, gebraucht und nicht zu teuer. Man zeigte mir verschiedene Modelle wie Samsung Galaxy, HTC One und iphones. Meine Tochter meinte noch, falls es irgendwie geht, sollte es ein iphone sein, weil auch ihre beste Freundin eins hat. Das sind dann die Kriterien, wonach man sich ein Smartphone aussucht. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich ihr ein iPhone schenken könnte, die Dinger sind halt auch gebraucht noch relativ teuer. Der Händler bot mir ein iPhone 4 an, das wirklich sehr gepflegt aussah und dem man sogar ein neues Glas eingebaut hatte. Er wollte 180,00€ dafür mit 6 Monaten Garantie. Mir schien der Preis sehr fair zu sein und weil ich wusste, wie sehr sich meine Tochter über das iPhone freuen würde, griff ich zu. Der Inhaber des An-und Verkaufladens setzte mir gleich noch eine Prepaid-Karte ein, sodass das iPhone sofort einsatzbereit war. Meine Tochter flippte fast aus, als ich ihr das iPhone 4 überreichte, sie hatte nicht damit gerechnet, dass sie das bekommen würde. Ich war zufrieden, außerdem hatte ich jetzt nicht nur eine zuverlässige Adresse für gebrauchte Smartphones in Berlin, der An- und Verkauf hatte auch gebrauchte Laptops, Notebooks und Tablets im Angebot, sondern auch einen Laden, der bei allen gängigen Smartphones die Displays, Touchscreens und einzelne Bauteile für wenig Geld austauschen konnte.

Dezember 10, 2014

Der Stau als Chance

Der ADAC empfiehlt, bei Stau nicht den Alternativrouten zu folgen, die das Navigationsgerät vorschlägt. Dauert im Durchschnitt länger. Also lieber vorher Stauprognose gucken, sonst eben Kennzeichen raten, Fensterschilder basteln und den Menschen hinter dem Lenkrad am Kopf kraulen.

#1 Der Stau
Brennerpass
Zwischen Innsbruck und Sterzing liegt der Vater aller Urlaubsstaus. Brenner, das war früher unheimlich, erstens wegen des Namens und zweitens, weil Papa da immer fluchte. Daran hat sich nichts geändert. Nur mehr Mauthäuschen gibt es.

Die rettende Ausfahrt
Matrei am Brenner
Genau da, wo Land und Quengelei grenzwertig werden, das richtige Italien noch fern ist und die Lkw sich zu einem einzigen schleppenden Organismus verwachsen haben.

Die Exit-Strategie
Kurz in die Berge
Auf der alten Brenner Bundesstraße rollt es sich gleich befreiter. Bei Gries geht es ins schöne Außertal, am Ende der Fahrstraße wartet ein großer Parkplatz. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder zum Obernberger See wandern, sein Wasser ist so klar, dass man jeden Fisch sieht, dazu gibt es am Ufer Felsen zum Kraxeln. Wer nicht so weit (ca. drei Kilometer) möchte, kann sich beim Parkplatz rechts halten, nach zehn Minuten kommt man zu alten Bergbauhalden. Mit gutem Blick findet man im Schutt am Wegesrand violette Fluorit-Kristalle. Schon hat der Urlaub sein erstes Souvenir!
#2 Der Stau
Fernpass und Inntalautobahn
Egal, ob man vom Allgäu über den anfälligen Fernpass schlängelt oder vom Bodensee Richtung Süden möchte – die Berge machen den Transit hier relativ beschwerlich und die ganze Region im Sommer für Autofahrer zur Qual.

Die rettende Ausfahrt
Imst
Da ist man entweder vom Fernpass-Gezuckel genervt oder vom Stop-and-go in einem der langen Tunnel auf der Inntal-Autobahn. Höchste Zeit für eine Pause.

Die Exit-Strategie
Achterbahn fahren
Der Alpine Coaster in Hoch-Imst bietet eine 3,5 Kilometer lange Abfahrt in Einzel- oder Doppelcoastern. Hoch geht’s mit der Seilbahn, runter mit bis zu 40 km/h. Keine läppische Sommerrodelbahn, sondern Schussfahrt, mit Steilkurven, Sprüngen und Wellen. Das perfekte Gegenprogramm zu Gaspedal und zäh fließendem Verkehr.

Alpine Coaster
Hoch-Imst 19 in Imst
Geöffnet: bis 15.9. täglich, 10–17 Uhr


#3 Der Stau
Elbtunnel

Schlimme Zahlen: 125 Staus über zehn Kilometer Länge gab es in den letzten zwei Jahren vor dem Elbtunnel. Probleme des Nadelöhrs zwischen Flensburg und Hannover sind Baustellen, Langsamfahrer und zu hohe Lkws.

Die rettende Ausfahrt
Hamburg-Waltershof
Auf der A7 von Süden ist die Ausfahrt Hamburg-Stillhorn die Lösung. Von hier zum Gartenschaugelände im Stadtteil Wilhelmsburg navigieren, wo 3000 Parkplätze warten.

Die Exit-Strategie
Im Garten Spielen
Die internationale Gartenschau in Hamburg hatte das Motto „In achtzig Gärten um die Welt“ und stillt so perfekt das Fernweh des pausierenden Autofahrers. Heute gibt´s zwar keine Gartenschau mehr, aber im Wilhelmsburger Inselpark sind einige Attraktionen der Gartenschau übrig geblieben.

Wilhelmsburger Inselpark
Am Inselpark 1, 21109 Hamburg

#4 Der Stau
Irschenberg
Der erste Buckel gleich hinter München stellt alle, die Richtung Süden wollen, vor eine Geduldsprobe. Ob es der erste Blick auf die Alpen ist oder die steile Auf- und Abfahrt – hier wird gebremst, kollidiert und hängen geblieben.

Die rettende Ausfahrt
Irschenberg
Das wollte man doch schon immer mal: Auf dem Höhepunkt des Staus entspannt abfahren können, weil man als Einziger wirklich einen Geheimtipp kennt.

Die Exit-Strategie
Kaffee trinken
Aber richtig. Schließlich hat sich hier die Familie Dinzler eine sehenswerte Kaffeeröstmanufaktur aufgebaut. Bohnen aus aller Welt werden im Kaffeehaus und Restaurant zum Gucken, Probieren und Kaufen angeboten. Das riecht nicht nur gut – das ganze Gelände ist ein angenehmer Ort für eine Pause. Wer weiß, vielleicht trinkt man den besten Kaffee des Italienurlaubs hier?

Dinzler Kaffeerösterei
Wendling 15, Irschenberg
Geöffnet: Täglich von 7–22 Uhr


#5 Der Stau
Hermsdorfer Kreuz
Das ist nicht nur ein Autobahnkreuz in Thüringen, sondern auch ein dickes rotes Kreuz in jeder Stauprognose des ADAC. Dank Baustellen wird es das wohl auch erst mal bleiben. Schlecht für alle, die von Berlin nach Süden aufbrechen.

Die rettende Ausfahrt
Schleiz
Die Ausfahrt kennt man aus dem Verkehrsfunk. Von hier sind es nur noch acht Kilometer bis zu den Ufern der Bleilochtalsperre und bis nach Saalburg.

Die Exit-Strategie
Märchen gucken
Gewusst? Im Märchenwald Saalburg gibt es das größte Hexenhaus Europas. Außerdem eine beruhigende Tschu-Tschu-Bahn, die zu den Schauplätzen von vierzig Märchen fährt. Wer es schneller mag, donnert gleich nebenan auf der Sommerrodelbahn mit Blick über die Bleilochtalsperre nach unten.

Märchenwald Saalburg
Dornbachgrund 1, Saalburg
Geöffnet: Täglich von 9–18 Uhr


#6 Der Stau
Hattenbacher Dreieck vs. Kirchheimer Dreieck
Mitten in Hessen liegen zwei der verkehrsreichsten Autobahnknoten Deutschlands. Hier verteilen sich Reisende und Rasende in alle vier Himmelsrichtungen – theoretisch. In der Praxis kommt sehr oft keiner vorwärts.

Die rettende Ausfahrt
Bad Hersfeld
Sehr günstig gelegen für alle, die auf der A7 oder der A4 vom Stau hören und sich rechtzeitig für eine Pause entscheiden. Sollte man eh häufiger machen.

Die Exit-Strategie
Graffiti sprühen
Diese und neunzig andere Mitmachstationen bietet das ungewöhnliche Ausstellungsgelände „Wortreich“ in Bad Hersfeld. Die Stadt will Besuchern die Errungenschaften ihrer beiden berühmten Konrads – Konrad Zuse und Konrad Duden – auf spielerische Art näher bringen. Bedeutet in echt: viel Bewegung, Raten und Ausprobieren. Also gerade das Richtige, wenn es im Auto nichts mehr zu entdecken gibt.

wortreich
Benno-Schilde-Platz 1, 36251 Bad Hersfeld
Geöffnet: Mo–Fr 9–17 Uhr, Wochenende 11–18 Uhr

Originalbeitrag lesen:

http://www.nido.de/artikel

Dezember 8, 2014

Brazilian Waxing-Tipps vom Profi – Kein Do-it-yourself!

Der Sommer ruft und viele Frauen wollen sich mit Brazilian Waxing auf knappe Bikinis am Strand vorbereiten. Doch können Heimexperimente bei dieser Methode schnell einmal schiefgehen.

Brazilian Waxingzählt zu den Klassikern, wenn es um glatte Haut in der Bikinizone geht. Die oft schmerzhafte Prozedur, bei der die Haare mit Heißwachs an der Wurzel ausgerissen werden, verspricht radikalen Kahlschlag und lang anhaltende Glätte. Doch dafür muss erst der Weg in den Waxing-Salon auf sich genommen werden, womöglich auch ein Termin gebucht und natürlich einiges an Geld ausgegeben werden. Manchen Frauen ist das schlicht zu viel zeitlicher und monetärer Aufwand. Lohnt es sich also, in Heißwachs, Spatel und Co. zu investieren und das Brazilian Waxing einfach zu Hause durchzuführen? Die Waxing-Expertin Noemi Grupenmager sagt im Interview mit dem US-Portal “The Gloss” eindeutig Nein.

 

Laut der Expertin handelt es sich beim Brazilian Waxing um eine Schönheitsbehandlung, die man auf jeden Fall den Profis überlassen sollte. “Ich denke, dass man Waxing aus vielerlei Gründen niemals zu Hause durchführen sollte”, erklärt Grupenmager mit Nachdruck. “Die größte Gefahr beim Verwenden von Heißwachs sind Verbrennungen”, so die Expertin weiter, “Professionelle Wachser müssen Hunderte Stunden Training und Ausbildung absolvieren, um zu lernen, wie man das Wachs vorbereitet, anbringt und wieder entfernt, damit sie ihr Zertifikat erhalten. Außerdem wachsen sie sich eigentlich niemals selber.” Auch wüssten Brazilian Waxing-Experten über den Zustand der Haut ihrer Kundinnen Bescheid und informieren sich über medizinische Bedingungen, wie zum Beispiel die Auswirkungen verschiedener Medikamente auf das Waxing.

Komplikationen und Risiken

Auch das professionelle Brazilian Waxing im Salon kann allerdings mit Risiken verbunden sein. Allergien gegen das Wachs treten zwar selten auf, dafür kann sich die irritierte Haut im Intimbereich leicht entzünden. “Wenn dann noch der Slip scheuert, kann man sich dadurch Staphylokokken einschleppen”, erklärt Prof. Hans Wolff von der Klinik für Dermatologie und Allergologie an der Universität München in einem “bild.de”-Beitrag. “In schlimmen Fällen entstehen Pickel, die sich zu eitrigen Pusteln entwickeln. Dann hilft eine antibiotische Salbe vom Arzt oder Apotheke.”

 

Artikel-Quelle:

http://www.fem.com/

November 26, 2014

Mit Kindern im Restaurant – man muss das Richtige finden

Wenn man mit seinen Kindern in ein Restaurant geht, hat man immer Angst, dass es stressig wird. Kinder sitzen nun mal sehr ungern eine längere Zeit am Tisch, sie wollen sich bewegen. Und das ist in einem Restaurant schwer bis gar nicht möglich. Und falls der Bewegungsdrang nachlässt, sind die Kleinen übermüdet und quengeln. Dabei noch das Essen zu genießen, fällt eher schwer. Anfangs ist es ja für Kinder immer spannend im Restaurant. Sie werden gefragt, was sie essen und trinken möchten und fühlen sich wie Erwachsene. Aber schon das Warten auf das Essen kann so lange dauern, dass große Langeweile aufkommt. Aber es gibt auch Restaurants, die dieses Problem erkannt haben. Neben speziellen Kindermenus, die nicht nur aus Pommes bestehen, wird Mal- oder Bastelmaterial angeboten.

In einigen Restaurants, die den Platz haben, gibt es sogar Spielecken, wo sich die Kinder vergnügen können und wenn es gut läuft, sich mit Kindern anderer Gäste anfreunden. In der warmen Jahreszeit ist natürlich ein Biergarten eine hervorragende Möglichkeit, gemeinsam zu essen und danach können die Kinder im Garten tollen. Man muss den Kindern wie bei allen Aktivitäten das Ganze einfach schmackhaft machen. Sie werden sehen, wenn es den Kindern gefällt, wollen die öfter ins Restaurant, als Ihnen lieb ist. Gehen Sie auf die Wünsche der Kinder ein, sonst werden Sie keinen entspannten Abend haben. Dank Internet ist es heutzutage nicht mehr schwer, geeignete Restaurants zu finden. Erkundigen Sie sich im Netz, welche Restaurants Angebote für Kinder haben. Sie werden überrascht sein, wie viele Gastronomen sich inzwischen auf Familien eingestellt haben. In Kaufbeuren gibt es so ein Restaurant, wo Kindern mehr Aufmerksamkeit als anderswo geschenkt wird. Dabei können Sie neben einem gutem Essen und einem schönen Biergarten auch die Sehenswürdigkeiten in Kaufbeuren bewundern, was auch für Kinder interessant ist. Kaufbeuren ist eine alte Stadt, dementsprechend gibt es viele spannende Bauwerke aus alten Zeiten zu entdecken.

November 23, 2014

Eisernes Tor: Wo sich die Donau wild in ihrem Flussbett wälzte

Mit dem Ober- und Unterlauf der Donau ist es wie mit zwei ganz unterschiedlichen Frauen: “Die eine ist geradlinig, präzise, beherrscht. Man weiß genau, was man von ihr zu erwarten hat”, sagt Kapitän Aleksandar Jovanović. Die andere dagegen gebärde sich wild und gefährlich, sei voller Überraschungen. “Nie kann man sich bei ihr sicher sein, wie sie reagieren wird, und verstehen kann man sie nur mit Erfahrung – und mit viel Gefühl.”

Aleksandar Jovanović kennt die Donau. Er befährt den Fluss nunmehr seit 18 Jahren – und somit genau seit der Hälfte seines Lebens. Jovanovićs große Leidenschaft gilt vor allem dem Eisernen Tor, dem Donaudurchbruch zwischen den serbischen Städtchen Golubac und Kladovo, wo sich der Fluss einen abenteuerlichen Weg durch die Karpaten gesucht hat und der heute die Grenze zwischen Serbien und Rumänien bildet.

Unter Schiffern galt diese Passage einst als lebensgefährlich. Allerdings kann Jovanović jene Zeiten, in denen sich die Donau im Eisernen Tor häufig wild in ihrem Bett wälzte, gar nicht mehr kennen. Denn schon lange bevor er geboren wurde, hat man den Fluss in Serbien gezähmt, zunächst Ende des 19. Jahrhunderts durch die Regulierung von Stromschnellen und in den vergangenen 50 Jahren durch Wasserkraftwerke und die dazugehörigen Staustufen.

Der wildromantische Abschnitt

Diese waren im Frühjahr 2014 ein wahrer Segen, als nicht enden wollende Regenfälle zu massiven Überschwemmungen im ganzen Land führten. Im Eisernen Tor aber konnte man den Wasserpegel ausgleichen, die Landschaft blieb unberührt. So ist dieser Teil der Donau nach wie vor der wildromantischste – und einer der schönsten allemal.

Über gut 100 Kilometer mäandert die Donau hier durch dicht bewaldete Bergzüge. Mal liegt sie fast behäbig da, weitet sich bis zur Breite eines Sees aus und gibt den Blick frei auf tiefgrüne Wälder. Dann wieder zwängt sie sich durch enge Schluchten mit bis zu 300 Meter hohen Felswänden. An ihrer schmalsten Stelle ist sie gerade mal 150 Meter breit, dafür aber unheimliche 90 Meter tief.

Die Faszination dieser Naturgewalt erlebt man am besten vom Boot aus. Aleksandar Jovanović, der in den Wintermonaten große Tanker die Donau hinauf- und hinuntersteuert, hat vor fünf Jahren das Ausflugsboot “Stevanske livade” gekauft und restauriert. Mit ihm stellt er im Sommer und Herbst Touristen seine Donau rund um Donji Milanovac vor, einem Städtchen im Zentrum des Eisernen Tors.

Höhepunkt jeder Donaureise

Und da der Fluss auf serbischer Seite vom Nationalpark Djerdap gesäumt wird, führt eine Bootstour mitten hinein in unberührte Wildnis. Als “Höhepunkt jeder Donaureise” kündigt unsere Reiseleiterin auf dem Boot die berühmte Tabula Traiana an. Einige eifrige Reisende mit schlauen Büchern in der Hand suchen mit den Augen schon das Ufer ab, als Jovanović auf einen Felsen zeigt.

Manch einer schaut dann recht enttäuscht, als im grauen Gestein eine helle, drei mal zwei Meter große Marmortafel sichtbar wird, die sich farblich kaum abhebt. Das also ist die berühmte Trajanstafel?

Mit einem Adler und Delfinen huldigt sie dem römischen Kaiser Trajan, der hier schon im ersten Jahrhundert eine Straße anlegen ließ – so spektakulär auf Holzbalken entlang der Felswand, dass der Bau auf der Trajansäule in Rom verewigt wurde.

Und als im Zuge der Bauarbeiten für das Wasserkraftwerk Djerdap das Tal 1972 geflutet werden musste, versetzte man die Inschrift samt Felsen ein Stück höher. Eindrucksvoll ist ihr neuer Platz auf jeden Fall immer noch: Ausschließlich mit dem Schiff kann man sich dem Monument nähern. Die Rumänen stellten dem antiken römischen Kunstwerk vor etwa zehn Jahren eine moderne 40 Meter hohe Statue gegenüber.

8000 Jahre zurück in die Vergangenheit

Auf ihrer Uferseite ließen sie das Konterfei des Dakerkönigs Decebalus in eine Felswand meißeln – auch wenn dieser im Dakerkrieg 106 n. Chr. gegen Trajan verloren hatte. In Donji Milanovac, dem serbischen Städtchen im Zentrum des Eisernen Tors, entlässt der Kapitän seine Passagiere. Von hier aus geht es auf der Landstraße innerhalb weniger Minuten um 8000 Jahre zurück in die Vergangenheit.

Am Donauufer entdeckten Forscher in den 60er-Jahren die Reste der steinzeitlichen Siedlung Lepenski Vir, die mehr als 2000 Jahre lang bewohnt gewesen sein soll. Denn ein besonderes Mikroklima bot den Menschen hier ideale Lebensbedingungen mit nicht zu heißen Sommern und recht milden Wintern. Außerdem waren die reichen Fischgründe der Donau eine ergiebige und nie versiegende Nahrungsquelle.

Da der Spiegel der Donau für das nahe Wasserkraftwerk angehoben werden musste, hat man auch die archäologische Stelle 30 Meter höhergelegt und mit einem Glasbau ummantelt. Zu sehen sind die Grundrisse von Häusern, Gräber aus verschiedenen Epochen sowie Skulpturen aus Sandstein. Welch zentralen Stellenwert die Donau im Leben einnahm, zeigen Figuren menschlicher Wesen mit Fischkopf.

Luchse, Wildkatzen und zurzeit 20 bis 30 Wölfe

Einige Besucher umkreisen fasziniert zwei Hologramme, die mögliche Hausformen aus der Steinzeit darstellen, andere nutzen einen Bildschirm, um virtuell durch steinzeitliche Wohnungen zu streifen. Die Siedlung Lepenski Vir liegt mitten im Nationalpark Djerdap, der die Donau auf serbischer Seite durch das gesamte Eiserne Tor begleitet.

 

Das rund 640 Quadratkilometer große Naturparadies beheimatet eine Artenvielfalt, von der andere Nationalparks in Europa nur träumen können. Hier fühlen sich Adler, Waldschildkröten, Luchse, Wildkatzen und zurzeit auch 20 bis 30 Wölfe wohl. Noch ist die Natur im Nationalpark Djerdap völlig unberührt, und auch für die Zukunft setzen die Verantwortlichen auf strikte Besucherlenkung.

So ist es tatsächlich verboten, sich ohne offizielle Begleitung im Gebiet mit der Schutzstufe 1 aufzuhalten. Trotzdem soll der Besuch für Wanderer ganz unbürokratisch ablaufen. Am besten meldet man sich ein, zwei Tage vorher im Besucherzentrum in Donji Milanovac, schaut sich dort den großartigen Einführungsfilm zum Nationalpark an und bucht für rund zehn Euro einen Guide.

Mit Herzklopfen und auf eigene Gefahr

Die Wanderungen starten meist mitten im Wald. Treffpunkt ist das 2014 neu eröffnete Naturschutzzentrum, das in einer kleinen Ausstellung die Flora und Fauna der Region zeigt. Auf schmalem Pfad geht es durch Wälder und Blumenwiesen mit Orchideen und Glockenblumen. Der Duft von Thymian und Minze steigt in die Nase, das Zirpen der unzähligen Insekten und Vögel klingt in den Ohren.

Nur eine Viertelstunde dauert es, bis die Wanderer zu einem spektakulären Aussichtspunkt über der Donau gelangen. Wer den besten Blick auf den Strom haben möchte, kraxelt weiter über spitze Felsen bis an den Abgrund – mit Herzklopfen und auf eigene Gefahr. Für weniger wagemutige Abenteurer ist zum Glück bereits eine sichere Plattform geplant.

Nicht weit vom Städtchen Donji Milanovac hat sich ein serbischer Künstler sein kleines Donauparadies erschaffen: Živorad Stefanović empfängt seine Gäste ohne Schuhe, dafür mit kräftigem Händedruck und einem hausgemachten Honigschnaps. “Ich bin Žika, der Barfüßige”, stellt er sich vor, “und das hier ist mein Selbstporträt.” Der Mann grinst und hält eine kleine Skulptur in die Luft. Es ist ein Fuß aus Holz.

Stefanović wuchs ganz in der Nähe seines heutigen Domizils auf und geht, wie er selbst erzählt, seit er fünf Jahre alt ist nur noch barfuß. Mit seinem Anwesen Kapetan Mišin breg (Hügel von Kapitän Miša) hat er sich einen Traum erfüllt. Wie ein Adlerhorst liegt es auf einem Bergrücken und eröffnet einen berauschenden Blick über eine Biegung der Donau. Zwischen Froschteich, Pflaumenbäumen und lauschigen Lauben bevölkern etwa 400 Holzskulpturen den Garten.

“Zum Teil sind sie durch die Skulpturen der Steinzeitsiedlung Lepenski Vir beeinflusst”, sagt der Künstler und verrät, dass er die menschlichen Wesen mit Fischkopf gern um Inspiration bittet. Nach Voranmeldung können Kunstsinnige und Ruhesuchende in Živorad Stefanovićs Gesamtkunstwerk aus Open-Air-Galerie, Naturreservat und Öko-Lodge ausspannen.

Über der Donau Ruhe und Freunde gefunden

Gäste wohnen in einfachen Zimmern, und zum Mittagessen schöpft Suzana, die Tochter des Hauses, Hühnersuppe aus einem schweren Tonkrug. Danach gibt es vom bunt gedeckten Tisch frittierte Brennnesseln, hausgemachten Ziegenkäse, Grillfleisch und gefüllte Teigtaschen – alles ökologisch produziert, wie Stefanović betont. Dann setzt er sich mit einem Glas Wein zu seinen Besuchern in die ziegelgedeckte Laube am Rand des Hügels.

Unten wälzt sich träge die Donau in ihrem Bett, und zur Abenddämmerung zwitschert und zirpt es in den Bäumen. “Hier oben habe ich meine Ruhe gefunden und bin ein extrem reicher Mensch geworden”, sagt Stefanović. “Sie müssen wissen, dass ich Reichtum nicht nach Geld einschätze, sondern danach, wie viele Freunde jemand hat.” Und er habe hier oben, hoch über der Donau, viele neue Freunde gefunden.

Die Teilnahme an der Reise wurde unterstützt von der Nationalen Tourismus Organisation Serbiens. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit

 

Homepage:

 

http://www.welt.de

November 22, 2014

Museen – Pierre Cardin: Ich hinterlasse eine Weltsicht

Der Modeschöpfer Pierre Cardin (92) will mit seinem neuen Museum in Paris der Nachwelt mehr nur als seine hohe Schneiderkunst hinterlassen. „Der Besucher wird meinen Blick auf mich und die Welt entdecken“, sagte der Couturier in einem dpa-Interview in Paris.

 

In dem Modetempel mitten im Zentrum der französischen Hauptstadt werden 200 Haute-Couture-Modelle von Cardin ausgestellt, die bislang im Pariser Vorort Saint-Ouen zu sehen waren. Durch den Umzug erhofft sich der steinreiche Unternehmer mehr Besucher.

Frage: Der Modeschöpfer Pierre Cardin ist weltbekannt. Dennoch hat der Name nicht ausgereicht, um in Saint-Ouen genügend Besucher anzuziehen. Haben Sie Ihren Ruf überschätzt?

Antwort: Saint-Ouen ist ein Vorort im Norden von Paris mit vielen sozialen Problemen. Das Museum lag zudem an einer breiten Straße. Mit rund 8000 Besuchern pro Jahr kann ich kein Museum unterhalten.

Frage: Man hat Sie das „Enfant terrible“ der Mode genannt. Hat Sie das gestört oder eher geschmeichelt?

Antwort: Ich bin kein „Enfant terrible“. Ich bin ein diskreter, ehrgeiziger Mann. Ich lebe zurückgezogen und bin vor allem ein Arbeitstier.

Frage: Sie haben mit vielen neuen Formen und Materialien gespielt. Woher nehmen Sie Ihre Inspiration?

Antwort: Meine Inspirationsquellen sind meine Erfahrungen, meine Gedanken. Mich kann alles inspirieren, ein Kamin, eine Vase. Vor allem aber habe ich immer mein Innenleben nach außen projiziert.

Frage: Sie widmen sich seit mehr als 50 Jahren der Mode. Was bedeutet für Sie Mode?

Antwort: Mode ist in erster Linie sozial, sie schafft Arbeitsplätze, Geschäfte und Unternehmen. Ohne Mode gäbe es viele Arbeitslose, ohne Mode gäbe es auch nicht dieses Paris, das Sie kennen.

Frage: Aber Mode ist doch auch Kreativität?

Antwort: Natürlich, Mode ist ein Handwerk, vor allem aber eine Kunst. Ich habe schon als Kind alles Kreative und Schöne geliebt.

Frage: Und was ist Schönheit für Sie?

Antwort: Schönheit ist vor allem eine Frage der Sensibilität.

Frage: Und Eleganz?

Antwort: Eleganz ist eine Art und Weise zu denken und auszuwählen. Jemand kann mit wenig elegant sein, so wie jemand mit viel vulgär sein kann.

Frage: Mit dem Museum wollen Sie der Nachwelt Ihr Erbe hinterlassen. Wie sieht der Nachlass genau aus?

Antwort: Ich hinterlasse einen Stil, eine Persönlichkeit, vor allem aber eine Weltsicht.

Frage: Und wie sieht die aus?

Antwort: Das soll nach dem Besuch des Museums jeder für sich beurteilen. 

ZUR PERSON: Pierre Cardin wurde am 2. Juli 1922 als Pietro Costante Cardin in der Nähe von Venedig geboren. Mit seinen Eltern zog er 1944 nach Paris, wo er als Modezeichner seine Karriere im Haus Paquin begann. Er arbeitete unter anderem für Elsa Schiaparelli und Christian Dior, bevor er mit seinen eigenen Kollektionen für Aufsehen sorgte. Er gilt als Miterfinder der futuristischen Mode.

Quelle: dpa

 

Homepage:

www.amica.de/

November 21, 2014

Alptraum: Im grössten Stress fällt das iPhone herunter – Display gebrochen

Auch ich kann mir ein Leben ohne mein geliebtes iPhone nicht mehr vorstellen. Wie das ist, wenn das Smartphone seinen Geist aufgibt, musste ich kürzlich erleben. Wie das halt manchmal so ist, kommt man in Situationen, in denen man rückblickend etwas weniger hektisch reagieren sollte. Ich fand nach einer nervigen Fahrt durch die Stadt und endlosem Suchen nach einem Parkplatz endlich einen freien.
Ich muss dazu erwähnen, dass es ein typischer Novembertag mit entsprechendem nasskalten Wetter war. In dem Stress erwartete ich auch noch einen Anruf von einem potentiellen Aufraggeber und was passiert? Genau dann, als ich aus dem Auto ausstieg, bepackt mit Taschen, klingelte das iPhone. Ich fingerte es aus meiner Tasche und sah noch, dass es genau der Anruf war, auf den ich so sehnsüchtig gewartet hatte. Aber leider, leider hatte ich das iPhone nicht voll im Griff sozusagen und es passierte, was passieren musste. Aus Kopfhöhe fiel mir das Smartphone aus der Hand und traf mit einem grässlichen Geräusch auf den Straßenasphalt. Es lag mit dem Display nach unten auf der Straße und klingelte sogar noch, da war ich trotz des Schrecks einigermaßen beruhigt. Dann war der Schreck aber doch groß. Nachdem ich das iPhone aufgehoben hatte, sah ich die Bescherung. Das Display war gebrochen, sah aus, als ob da jemand draufgeschossen hatte. Natürlich ging auch der Touchscreen nicht mehr, den Anruf konnte ich also auch nicht mehr entgegen nehmen.Also was tun? Ich brauchte so schnell wie möglich ein funktionierendes Smartphone. Ich ging in ein Internet Café (ja, sowas gibt es noch) und googelte nach iPhone display Reparatur bzw. iPhone Reparatur. Es gibt da etliche Anbieter und ich suchte mir einen heraus, dessen Webauftritt ich sympathisch fand und fuhr mit meinem kaputten iPhone dahin. Der Laden hatte sich auf iPhone, iPad, iPod und Samsung Smartphones spezialisiert und der Inhaber nahm sich viel Zeit, um sich das iPhone anzusehen und um mich zu beraten. Ich war sehr überrascht, dass er mir zusagen konnte, das iPhone innerhalb von 1 Stunde reparieren zu können und der Preis war sehr fair. Ich ließ das Telefon bei ihm und ging ein wenig bummeln und trank anschließend noch einen Kaffee, bis ich ich schließlich nach einer Stunde wieder in dem Laden war. Das iPhone war fertig und sah mit dem neuen Display und Touchscreen super aus.

Es funktionierte alles, meine Daten waren alle da und ich einfach nur happy. Ich hatte mir schon ausgemalt, ein neues Handy kaufen zu müssen und noch dazu die Daten vom alten irgendwie auf das neue zu bekommen. Damit diese Sorge aus der Welt war, habe ich, nachdem ich zuhause war, als Erstes ein Backup auf meinen Laptop gespielt. Ach, übrigens, den potentiellen Auftraggeber rief ich mit dem reparierten iPhone noch am gleichen Tag zurück und erklärte ihm die Situation und was soll ich sagen, ich bekam den Auftrag!

November 8, 2014

BGH-Urteil: Lufthansa-Vielflieger dürfen Bonusmeilen nicht verkaufen

Karlsruhe – Schlechte Nachrichten für Vielflieger, die ihre Bonusmeilen zu Geld machen wollen: Die Lufthansa darf sie aus dem Programm werfen, wenn sie ihre Meilen nicht selbst einlösen, sondern bei Ebay versteigern.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil entschieden, dass Vielflieger des Unternehmens ihre Prämien aus dem Miles-&-More-Programm nicht an Dritte verkaufen dürfen. Die Richter urteilten, dass die Teilnahmebedingungen der Lufthansa, die den Tausch, Verkauf oder die sonstige Weitergabe der Prämien verbieten, rechtens sind.

Damit scheiterte die Klage eines Lufthansa-Vielfliegers. Er hatte unter Einlösung seines Meilenkontos Prämientickets im Wert von 3000 Euro in die USA und zurück auf den Namen eines Dritten gebucht. Die Lufthansa kündigte dem Mann daraufhin 2011 den Teilnahmevertrag fristlos und entzog ihm den Vielfliegerstatus. Zu Recht, wie der BGH nun entschied.

Laut Urteil handelt es sich bei Miles & More um ein Kundenbindungsprogramm. Die Lufthansa habe deshalb selbst bestimmen können, dass Teilnehmer Flugprämien, die sie nicht selbst nutzen wollen, allenfalls an Verwandte oder nahestehende Personen verschenken dürfen. Der Verkauf von Prämientickets an unbekannte Dritte sei deshalb wie im aktuellen Fall unzulässig. Wegen des Verstoßes gegen diese Teilnahmebedingung habe die Lufthansa dem Kläger auch den Vielfliegerstatus entziehen können.

Der Fall war im Juni 2013 bereits vor dem Oberlandesgericht Köln verhandelt worden. Damals entschieden die Richter zugunsten des Klägers. Dieser sei berechtigt gewesen, die Tickets zu verkaufen, damit habe Lufthansa ihm nicht die Mitgliedschaft im Vielfliegerprogramm entziehen dürfen. Die Fluggesellschaft hat den Fall vor den Bundesgerichtshof gebracht.

Wären die Bonusmeilen zum Verkauf freigegeben worden, hätte das Auswirkungen auf die Bilanz der Lufthansa haben können. Experten meinen, dass bisher bis zu 30 Prozent der Meilen verfallen.

Bundesgerichtshof (BGH), Aktenzeichen X ZR 79/13

 

Homepage:

www.spiegel.de/reise/aktuell/

November 7, 2014

Ausbauhaus: Sparen durch Eigenleistung

Ein Ausbauhaus, auch Mitbauhaus genannt, ist eine Art Fertighaus. Der Unterschied zu normalen Fertighäusern besteht darin, dass der Innenausbau ganz oder zumindest noch teilweise von dem Bauherren selbst übernommen werden muss.

Standardleistungen beim Ausbauhaus – Was ist inklusive?
Ein Ausbauhaus wird, wie ein Fertighaus auch, ab Oberkante Kellerdecke oder Bodenplatte angeboten. In der Regel ist das Dach bereits fertig gedeckt und die Außenwände wärmegedämmt und verputzt. Zudem sind Fenster inklusive Rollläden und Türen schon eingebaut. Anschlüsse für Gas, Wasser und Abwasser sind bis an die Übergabestelle im Hausanschlussraum herangeführt und die Leerrohre für die elektrischen Leitungen sind ebenfalls angelegt. Der Bauherr bekommt also ein regendichtes und wärmegedämmtes Haus, dessen Innenausbau jedoch noch fehlt.

Bauherren entscheiden sich oft für Ausbauhäuser, weil sie Kosten einsparen wollen. Denn wer den Innenausbau komplett selber übernimmt, also durch Eigenleistung sein Haus vollendet, kann eine Menge Geld sparen. Die Betonung liegt hier leider auf dem Wörtchen “kann”. Denn nur wer handwerklich auch geschickt ist, kann entscheidend sparen. Man muss realistisch einschätzen können, welche Bauarbeiten ohne fachliche Hilfe möglich sind und welche Arbeiten lieber einem Fachmann zu überlassen sind. Aus diesem Grund sollten Bauherren ihre eigenen Fähigkeiten richtig einschätzen und sich genau überlegen, ob und wie viel sie an Eigenleistung zum Hausbau beitragen können.

Ausbaustufen dem handwerklichen Können anpassen
Wenn man sich dann für ein Ausbauhaus entscheidet, sollte man sich überlegen, welche Ausbaustufe es haben soll. Fertighaus-Hersteller oder spezielle Firmen für Ausbauhäuser bieten in der Regel mehrere Ausbaustufen an. Im Internet findet man auf www.haus-xxl.de viele Hausanbieter, die Ausbauhäuser bauen und diese auch kurz vorstellen.

Neben den Standardleistungen kann man sich zum Beispiel für den Einbau der Fußbodenheizung oder auch der kompletten Heizungsanlage entscheiden. Andere Ausbaustufen betreffen den Estrich, Elektro-Installationen oder die Wärmedämmung des Daches. Jeder Hersteller entscheidet selbst, wie er seine Angebote gestaltet und welche Leistungen er vertraglich zusichert. Das bedeutet, dass der Bauherr Angebote vergleichen und sich das beste Preis-Leistungsverhältnis, auf seine Bedürfnisse abgestimmt, heraussuchen muss.

Eigene handwerkliche Fähigkeiten richtig einschätzen
Der entscheidende Vorteil eines Ausbauhauses ist das Einsparen der Baukosten beim Innenausbau. Dadurch kann der Bauherr sich das Bezahlen von Arbeitskräften sparen, welche einen entscheidenden Anteil an der Baufinanzierung ausmachen. Wie viel man letztendlich spart, hängt von der Menge der Eigenleistungen ab. Und von ihrer Umsetzung. Auch fachlich guten Heimwerkern kann die Arbeit zu viel werden oder die Zeit davonlaufen. Familie oder auch der Job sind oft unberechenbare Faktoren und sollten auf jeden Fall bedacht werden.

Man sollte sich außerdem fragen, was man handwerklich wirklich kann und ehrlich zu sich selber sein, wenn man keine Kenntnisse von Dachgeschossausbau oder Fußbodenarbeiten hat. Unprofessionelle, laienhafte und unsachgemäßer Bauweise können nur viele vermeidbare Zusatzkosten anstatt Einsparungen nach sich ziehen.

Eigenleistung oder den Fachmann beauftragen?
Die folgende Aufstellung listet einige Beispiele von Arbeiten auf, die ein Bauherr typischerweise selbst bei einem Ausbauhaus übernehmen kann. Sie zeigt aber auch, wofür er besondere handwerkliche Kenntnisse und Geschick benötigt und wo er einen Fachmann beauftragen muss.

Typische Eigenleistungen:
# Parkett, Laminat verlegen
# Teppichboden/ PVC/ Linoleum auslegen
# Bodenleisten anbringen
# Innenwände tapezieren

Nur für versierte Heimwerker:
# Trockenestrich legen
# Dielenboden mit Wärme/ Trittschalldämmung aufbringen
# Gipsfaserplatten bzw. sonstige Bauplatten verspachteln
# Innenwände verputzen
# Küche/ Bad fliesen
# Nicht tragende Innenwände einbauen und dämmen
# Zargen und Türen einbauen
# Gräben für Grundleitungen erstellen und Grundleitungen einbauen

Dem Fachmann überlassen:
# Baugrube ausheben
# Fließestrich einbringen
# Elektroarbeiten wie Steckdosen einbauen, Strom anschließen, etc.
# Sanitär- und Heizungsarbeiten wie Warmwasser- und Fußbodenheizung anlegen, Wanne einbauen, etc.

Gastbeitrag – Autor: HausXXL Dresden

Original-Quelle:

http://www.haus-selber-bauen.com/

Oktober 27, 2014

Pannen in den Ferien: Na, wie war der Urlaub?

Regen, Mücken und Sonnenbrand. Weinende Kinder, streitende Freunde und die Unmöglichkeit, Zugtickets zu ergattern. Wer von den Ferien immer nur schwärmt, lügt oder hat Glück gehabt. SZ-Autoren und ihre schlimmsten Urlaubspannen.

Spaßterror

Ein Ferienhotel auf der kroatischen Insel Mali Lošinj, ein Stapel Bücher, es ist die herbeigesehnte oder auch nur herbeigeredete Entspannung. Doch irgendwann siegt die Versuchung: Die zehnjährigen Mädchen wollen auf die Reifen, die übers Wasser fliegen, was lustig aussieht, wenn man am Strand liegt. Der Kapitän des Motorboots deutet mahnend auf die Schwimmwesten; zwei gefallsüchtige Väter und zwei ahnungslose Töchter nehmen nach einer kurzen Instruktion (“alles easy”) ihre Plätze ein.

Und los geht die Fahrt mit dem Vierspänner, eher gemächlich, bis der nette Kroate, animiert vom Seegang, mal so richtig Gas gibt. In den Gesichtern der Mädchen, die gerade noch voller Begeisterung waren, spiegelt sich jetzt das blanke Entsetzen, wobei der Bootsführer das Kreischen als Zustimmung wertet, noch einen Gang zulegt und Wellenklatschen spielt. Eine Tochter jault fast so laut auf wie der Motor, das Gesicht voller Salzwasser und Tränen. Wie lautete doch der Kommentar der fränkischen Reisegruppe, die vor uns dran war? “Dodaaal abardig.”

Regnerischer Sommer in Italien Hallo! Sonne?

Je kürzer der Urlaub wird, umso perfekter muss er sein. Doch wenn es regnet, ist nichts locker. Nicht der Sand. Nicht die Leute. Besuch auf einem der größten Campingplätze der Adria – in einem Sommer, wie sie ihn dort noch nicht erlebt haben.

Nach endlosen 15 Minuten hat der Kapitän ein Einsehen und steuert den Strand an. Ein Vater hat blutige Ellbogen, weil er sich mit der Wucht eines Akkuschraubers in den Haltegriff des Gummitiers hineinmanifestiert hatte. Der andere versucht vergeblich, seine wimmernde Tochter zu besänftigen: War doch nur ein Spaß! Oh ja, unvergesslich.

Christian Mayer

Autopanne

Das Wohnmobil war fabrikneu. Wir hatten es für drei Wochen ausgeliehen, um damit den Rhein entlangzufahren, von der Quelle zur Mündung. So ein Haus auf Rädern ist ja eine prima Sache – solange man damit nicht einparken, rückwärtsfahren oder wenden muss. Beim ersten Rangierversuch stand leider ein Felsen im Weg. Beule Nummer eins. Das seitliche Einparken lief auch nicht so glatt. Beule Nummer zwei.

Die Allee in Düsseldorf war schön, aber die Äste der Platanen hingen dann doch tiefer als erwartet. Beule Nummer drei. Nach drei Wochen war ich so nervös, dass ich am liebsten nicht mehr anhalten wollte, vor lauter Angst vor der Beulenpest. Deshalb lehnte ich die Bitte meiner Kinder, auf dem Weg zur Rückgabestation bei McDonald’s zu halten, hartherzig ab. Wie sollte ich denn da bitte parken mit so einem Monster? Darauf der Vorschlag meiner schlauen Tochter: “Fahr doch durch den Drive-through!” Spitzenidee. Allerdings stellten wir fest, dass die Höhenbegrenzung ein paar Zentimeter unter der Gesamthöhe unseres Fahrzeugs lag – und zwar genau in dem Moment, als das Wohnmobil scheußlich knirschte und dann feststeckte.

Sommerurlaub in aller Welt Weg hier!

Die peinliche Szene, in der ich auf das Dach klettere und das abgerissene McDonalds-Schild vom Auto zerre, ist auf vielen Handy-Videos zu sehen, denn der Unfallort war schnell von mehreren Schulklassen umringt, die gerade aus ihren Bussen ausgestiegen waren. Beulen Nummer vier und fünf. Der Schadensbericht, den ich bei der Versicherung ablieferte, wird dort wahrscheinlich bei jedem bunten Abend zur Erheiterung vorgelesen.

Titus Arnu

Bettwanzen

Der Biss der Bettwanze wirkt spät. Erst Stunden nach dem Aufstehen fängt es an zu kribbeln, anfangs nur ein bisschen, am Ende würde man sich am liebsten die Haut abziehen. Die meisten Urlauber haben nur von den Biestern gehört, aber fast jeder Pilger lernt sie irgendwann kennen. Ich habe in der Meseta das Vergnügen, dem kargen spanischen Hochland, das den Jakobspilger kurz nach Burgos erwartet.

Die Übernachtung im Refugio kostet wie immer nur ein paar Euro, ist angesichts der muffigen Laken und der Schnarchorgie der Bettnachbarn aber auch kein wirkliches Schnäppchen. Am nächsten Tag marschiere ich im Morgengrauen mit zwei dicken Kolumbianern los. Bei unserer ersten Kaffeepause setzt das Kribbeln ein. Kurz darauf fange ich an, mich zu kratzen. Gegen Mittag erklären die Dicken, dass sie jetzt lieber allein weiterlaufen würden.

Urlaubsziele der Deutschen Ballermann und Ballerfrau

Endlich Urlaub! Aber wohin? Fernreisen sind zwar ein beliebtes Partygespräch, doch im Normalfall heißt es für Deutsche eher “Malle” statt Malediven. Die Badewanne Mittelmeer lockt, auch in Krisenländern füllen sich die Hotels wieder.

Am Abend haben sich die aufgekratzten Stellen an Armen und Beinen in Verbindung mit der Sonnenmilch in dicke Pusteln verwandelt, aus denen abwechselnd Blut und eine wässrige Flüssigkeit laufen. Der Juckreiz: kaum auszuhalten. Er begleitet mich weiter. Bis Santiago de Compostela, etwa 500 Kilometer lang. Vielleicht kommen auch ständig neue Bisse dazu, keine Ahnung. Der Jakobsweg, heißt es, gibt jedem Pilger das, was er verdient.

Marc Felix Serrao

Unfall

Die Berliner Familie im Nachtzug nach Zürich, unterwegs in die Schweizer Alpen. Die Kinder schlafen, der siebenjährige Sohn mit seinem Panini-Album im Arm, es ist Fußballweltmeisterschaft. Plötzlich, der Zug steht gerade, ertönt ein Knall, gefolgt von Geschrei. Der Junge ist aus dem obersten Bett des Liegewagens gestürzt, Blut läuft vom Kopf in sein Deutschland-Trikot. Der Schaffner kommt, dann drei Sanitäter mit einer Trage.

Im Halbschlaf rafft die Familie ihr Gepäck zusammen, um die Weiterfahrt im Rettungswagen anzutreten. Für die Frage, wo man eigentlich sei, reicht es noch. Auf dem Bahnhof Mannheim, was sich später als die Unfallursache herausstellen wird. Dort rangiert der Nachtzug, was wohl mit einer Wucht geschah, dass es den Jungen aus dem Bett katapultierte. Statt auf die Bergstation geht es für die Berliner Familie nun stationär ins Krankenhaus. Die Diagnose ist schnell gestellt, Verdacht auf Gehirnerschütterung.

Die Ärztin sagt, dass der Junge eine Woche nicht in die Sonne und keinen Sport machen dürfe. Und Fernsehen sei bei Gehirnerschütterung kontraindiziert. Es ist 3.41 Uhr morgens im Universitätsklinikum Mannheim, der erste Ferientag, der Tag des Finales der Fußballweltmeisterschaft. Und noch bevor die Ärztin die Worte “absolutes Fernsehverbot” fertig ausgesprochen hat und das Geheul eines siebenjährigen Jungen das Krankenzimmer erfüllt, ist klar, dass die Therapie des Problems das noch viel größere Problem sein würde.

Verena Mayer

Ticketprobleme

Wir betreten die Schalterhalle des Lissaboner Bahnhofs Santa Apolónia gegen 19 Uhr mit der Absicht, Fahrkarten für einen Nachtzug zu kaufen, der um 21.18 Uhr ins französische Hendaye fährt. Über das Strebertum, so zeitig da zu sein, hat sich ein Mitreisender da schon weidlich lustig gemacht. Sechs Schalter haben geöffnet, vier für “Inland”, zwei für “Ausland”.

Postkarten aus dem Urlaub “Bunt und kitschig muss es sein”

Boris Hesse bringt die Hälfte aller Ansichtskarten heraus, die in Deutschland gekauft werden. Ein Gespräch darüber, weshalb amerikanische Touristen nicht ans Meer fahren, Japaner den Rhein lieben und Angela Merkel auf Postkarten nicht laufen würde. SZ-Magazin

Vor den Auslandsschaltern drängen sich etwa achtzig Leute, viele Interrailer. Vor den Inlandsschaltern drängt sich: niemand. Die einsamen Mitarbeiter sagen höflich: “Für Auslandskarten wenden Sie sich bitte an unsere Auslandsschalter.” Im Verlauf der nächsten Stunde gelingt es den beiden Fachverkäufern für Schienenfernreisen, locker elf, zwölf Kunden zu bedienen. Weil es so gut vorangeht, macht um 20 Uhr einer der Auslandsschalter zu.

Um 21.17 Uhr flehen Dutzende Deutsche, Engländer und Italiener den Schaffner des Sud-Expresso an, doch bitte auch ohne Ticket einsteigen zu dürfen. Der Mann erklärt sachlich, aber bestimmt, dass man in seinem Land fürs Zugfahren Fahrkarten brauche. Nach einem Regenguss ist der Abend in Lissabon dann angenehm mild und der gegrillte Hammel ausgezeichnet.

Roman Deininger

Gruppenkoller

In dem Streit ging es oberflächlich darum, dass die eine Mutter eine Tierschützermutter ist und der Vater einer anderen Familie findet, dass Tiere vor allem erst mal stinken. Unter der Oberfläche ging es darum, dass drei Elternpaare und acht Kinder seit zehn Tagen in einem Haus am Strand festsaßen, Italien, Regen, dünne Wände. Nachts Mücken, wimmernde Babys, irgendwelche Tiere unterm Dach. Warum noch mal macht man das mit dem Verreisen?

Am letzten Abend kann man jedenfalls immerhin draußen essen. Die Kinder toben im vermatschten Garten, überhaupt, die Kinder lieben sich in diesem Urlaub, die können das ja mit der Enge. Die Eltern trinken Wein und schweigen, zwischendurch atmen sie tief, laut durch. Dann schleicht ein Tier in der Dunkelheit herum. Marder? Katze? Was Größeres? Die eine Mutter stellt eilig einen Speiseresteteller für das Tier zusammen, während der andere Vater aufspringt, in die Küche rennt und mit der Riesenwasserpumpgun bewaffnet brüllend in den Garten stürmt. “Jetzt hab ich dich! Gib Ruhe, du Stück!”, schreit der Vater und spritzt wild um sich. “Tiermörder! Du bist ein Tiermörder!”, schreit die Mutter und springt auf.

Der Streit eskaliert dann im Laufe des Abends über mehrere Stufen. Es wird gestritten, wie unter Erwachsenen im Grunde überhaupt nicht mehr gestritten wird. Laut, gemein, persönlich, grundsätzlich, nachtragend, alle durcheinander. Alle schlafen tief in dieser Nacht. Am nächsten Tag fahren sie aufgeregt nach Haus. Im Auto fragen die Kinder, ob sie nun nie mehr mit ihren Freunden in den Urlaub fahren werden.

Dieses Jahr waren wir alle zusammen im Allgäu. Vor dem Haus grasten Kühe. Es war viel zu kalt für Wasserpumpguns. Aber es war wunderschön.

Vera Schroeder

Miese Küche

Es sollte so richtig die große Cucina Italiana werden – zwei Wochen Süditalien, ein tolles Haus, vier begeisterte Esser und jeden Tag auf den Markt! Deshalb wählten wir den Erntemonat September als Reisetermin ins Cilento, suchten schon ein Jahr vorher das perfekte Ferienhaus. Nach Wochen abendlichen Abwägens war die Wahl auf ein großes Haus am Hang gefallen, teuer, aber freie Sicht aufs Meer und drei Terrassen mit Zitronenbäumen und Rosmarinrabatten. Wir packten viele Kochbücher und wenige Klamotten ein, schließlich hatte es noch 27 Grad, und fuhren dann sehr lange in eine Richtung, nicht ohne dabei schon den ein oder anderen Marktstand zu plündern.

Schlechte Aussichten, tolle Leserfotos Hotel Tristesse

Das Haus war prächtig, die Terrasse groß, die Zitronenbäume vorhanden, das war aber auch das einzige kulinarische Entgegenkommen. Die Küche, die auf den Fotos großzügig gewirkt hatte, war klein und vollgestellt, der Gasherd funktionierte nur zur Hälfte, es gab keine Schneidbretter und, unfassbar, nicht mal richtige Gläser. Dem Grill fehlte der Rost, dafür rostete der Backofen, und das Wasser im Spülbecken lief nicht ab. Darüber hing ein Schild, das auf Deutsch die Hausregel ausgab: “Bitte werfen Sie den Mull in den Ort”.

Da standen wir, mit Kisten voll Tomaten und einer tropfenden Tüte mit frischen Rotbarben und hatten nicht mal ein Schneidebrett. Eine abgebrochene Türklinke, einen Skorpion unterm Sofa und zwei Nächte in einem kollabierenden Bett später wussten wir, wie mit der neuen Situation umzugehen war: Wir gingen einfach nicht mehr ins Haus. Blieben von morgens bis abends im Garten und zogen um zehn Uhr nachts runter in die Restaurants. Nächstes Mal reicht wieder ein Zelt!

Max Scharnigg

 

Link zur Homepage:

http://www.sueddeutsche.de/reise/pannen-in-den-ferien-na-wie-war-der-urlaub-1.2108974

Oktober 21, 2014

Halloween Kostüm selber machen

Halloween wird in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November, also zu Allerheiligen, zelebriert.

Dieses Ereignis verbinden die Kinder mit gruseligen Figuren, die in der Dunkelheit umherwandern, an Haustüren klingeln und „Süßes oder Saures!“ fordern.

Um mit den Kindern für diesen Zweck ein möglichst unheimliches Kostüm zu schaffen, ist die Fantasie gefordert.

Wichtig ist, dass es möglichst furchteinflößend aussieht, wobei es nicht viel kosten muss.

Das individuelle Kostüm ist in keinem Laden zu kaufen, und die große Freude über die selbst ausgedachte Gestaltung ist fast so schön, wie Halloween selbst.

Die Verkleidung als Zombie für ein Mädchen

Das Kleid ist zerfetzt, ausgefranst und schmutzig. Egal ob das Mädchen lange oder kurze Haare hat, sie könnten zu einer wilden struppigen Mähne kräftig auftoupiert und mit Haarspray fixiert werden.

Der Look als Zombie wird mit dem passenden Make-up vervollständigt, indem mit knallrotem Lippenstift blutige Spuren am Hals und aus den Mundwinkeln heraus gemalt werden.

Die kräftig schwarz umrandeten Augen verstärken den Zombie-Effekt noch.

Das Piraten-Kostüm für einen Jungen

Der Pirat hat idealerweise eine schwarze Augenklappe oder ein quer über das Auge gebundenes Tuch. Auch mit einem schwarzen Make-up-Stift kann die Augenklappe aufgemalt werden. Auf dem Kopf wird ein Tuch eng gebunden.

Dunkle Hosen oder Jeans und entweder ein weißes Hemd oder ein gestreiftes T-Shirt dienen als Kleidung.

Um die Taille wird ein Schal gebunden, dessen Enden lässig herunterhängen.

Nun wird noch der schwarze Bart an das Kinn und über die Oberlippe gemalt; fertig ist das Piratenkostüm.

Ein Geist als Grusel-Outfit für Mädchen und Jungen

Ein weißes Laken oder eine Tischdecke wird über den Kopf gelegt und am Hals mit einer schwarzen Schleife zusammengebunden. Die Augen, die Nase und der Mund werden ausgeschnitten und mit einem schwarzen Stift so umrandet, dass ein schauderhafter Gesichtsausdruck entsteht.

Das Laken rundherum in Fetzen schneiden oder reißen und an den Armen so befestigen, dass es nicht verrutschen kann und die Arme gut bewegt werden können. Fertig ist der Geist!

Die Kinder werden bei der Mitgestaltung ihres eigenen Halloween-Kostüms einen Heidenspaß haben.

Das nächtliche Gruselspiel auf den Straßen und auf der Halloween-Party kann beginnen!

Das außergewöhnliche Kostüm kann unter Umständen in einer ähnlichen Form auch für den nächsten Karneval verwendet werden.

 

URL der Quelle:

http://www.vorname.com/ratgeber/

Oktober 20, 2014

Strom aus der Heim-Energie-Anlage – Lohnt sich auch für Sie ein Mini-Windrad im Garten?

Wer keinen Aufwand scheut, den eigenen Strom unabhängig vom Versorger zu produzieren, kann sich eine Kleinwindanlage aufs Dach oder in den Garten setzen. Am besten in Absprache mit den Nachbarn – denn Windräder sind laut. Wann lohnt sich das Ganze?

Kleinwindenergieanlagen (KWEA) sind eine Option für Wohngebiete, die eher außerstädtisch liegen – und entsprechend Platz für ein rotierendes Windrad bieten. Sie lassen sich entweder direkt auf dem Dach oder auf einem Mast neben dem Haus aufstellen. Dieser kann in der Höhe variieren, darf jedoch die 50-Meter-Marke nicht überschreiten.

Das kann die Kleinwindenergieanlage: Bis zu einer Höhe von zehn Metern ist sie in der Regel genehmigungsfrei. Auf Grund der entstehenden Geräusche und Vibrationen ist es dennoch empfehlenswert, die jeweilige Landesbauordnung genau zu studieren und sich in jedem Fall mit Nachbarn und Behörden abzustimmen.

 

Unauffällig geht anders

Bis zu 1000 Kilowatt Strom kann eine Kleinwindanlage an einem guten Standort im Binnenland produzieren, für den privaten Gebrauch reicht schon ein Modell mit bis zu fünf Kilowatt Nennleistung. Der Rotordurchmesser solch eines Windrads beträgt zwischen dreieinhalb und sieben Metern.

Die Kosten liegen bei circa 3000 Euro pro Kilowatt – eine Kleinwindkraftanlage mit einer Stromleistung von fünf Kilowatt kostet also rund 15.000 Euro. Eine teure Anschaffung die nur rentabel ist, wenn der erzeugte Strom auch wirklich selber verbraucht wird: Was über bleibt, wird an den Netzbetreiber veräußert – doch das rechnet sich kaum: Die Einspeisevergütung für Strom aus Windenergieanlagen liegt nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) unter neun Cent pro Kilowattstunde. Wird der Windstrom jedoch selber genutzt, spart man – entsprechend des Stromtarifs – zwischen 25 und 39 Cent pro Kilowattstunde ein.

Starker Wind treibt Stromrechnung nach unten

Das spricht dagegen: Neben der Frage der Wirtschaftlichkeit ist Wind eine eher unbeständige Energiequelle. Ausschlaggebend für die Leistung einer Kleinwindenergieanlage sind die genauen Standortbedingungen: Um ordentliche Strombeträge zu erzielen, ist eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von rund vier Metern pro Sekunde nötig. Diese ist besonders in den niedrigen Höhen Deutschlands selten zu finden. Es gilt: Je höher der Mast, desto eher treibt ein starker Wind die Stromrechnung nach unten.

Ein weiterer Negativpunkt sind die fehlenden einheitlichen Qualitätsstandards. Unter einer Vielzahl verschiedener Anbieter gibt es nur wenige mit zertifizierten Anlagen. Anders als die Solarenergie ist Windkraft noch nicht vollständig in den Markt eingetreten.

 

Von:

http://www.focus.de

Oktober 14, 2014

Fühlen Sie sich ausgenutzt in Ihrer Beziehung?

Wir Frauen können uns beglückwünschen, dass wir jetzt leben und nicht früher. Früher, als Paarbeziehungen reine Zweckgemeinschaften waren. Als nicht die Liebe bei der Wahl des Gefährten die wichtigste Rolle spielte, sondern die Fragen, wie viel teures Geschirr in der Aussteuerkiste steckte und ob der Zukünftige einen großen oder einen kleinen Hof erben würde. Wir dagegen können es uns leisten, romantisch zu sein, einfach unserem Herzen zu folgen. Aber stimmt das wirklich?

Klar, Beziehungen sind heute anders als früher, aber unser Alltag ist keineswegs frei vom Zweckdenken in der Liebe. Ja, wir taxieren unsere Beziehungen vielleicht sogar noch kühler als unsere Vorfahren. Die Soziologin Eva Illouz nennt es „emotionalen Kapitalismus“. Das bedeutet: Wir gestalten unsere Partnerschaft immer mehr nach ökonomischen und politischen Verhandlungsmodellen. Schauen genau darauf, dass sie im Vergleich zum Alleinsein einen Mehrwert für uns bringt.

„Wer investiert wie viel?“ ist der Grundsound der Liebe. Wir führen geistige Strichlisten darüber, wer wie oft wessen Socken wäscht und die Kinder abholt. Wie viel jeder in seine Karriere buttert. Wir registrieren genau, wer wie oft „Ich liebe dich“ sagt und wie lange der Blowjob im Vergleich zum Cunnilingus dauert. Das klingt brutal. Aber wir haben es so gelernt. Weil wir in einer Kultur leben, in der wir aufgefordert sind, immer und überall unseren Nutzen zu maximieren. Natürlich wirkt sich diese Denkart auch auf unsere Beziehungen aus. Die Frage ist bloß: Was macht das mit uns? Lohnen sich Liebesbeziehungen, nach dem Prinzip der Nutzenmaximierung betrachtet, überhaupt noch? Eigentlich brauchen wir ja keinen festen Partner mehr. Er ist weder zum Kinderkriegen zwingend notwendig noch als finanzielle Stütze unerlässlich. Könnten wir romantische Liebe und Sex also nicht einfach an vorübergehende Partner outsourcen und ansonsten unsere Ruhe vor dem ja doch auch immer wieder anstrengenden Beziehungsalltag haben?

Ideal wären eigentlich vier Partner

Die amerikanische Autorin Sandra Tsing-Loh kam in einem in den USA viel beachteten Essay zu genau dieser Bilanz: Sie beschrieb darin das Phänomen von Karrierefrauen, die, ökonomisch unabhängig von ihren Männern, diese nur noch als Störfaktor sähen, sobald sich der Schleier der Verliebtheit verzogen habe. Ideal, schlägt Tsing-Loh satirisch vor, seien für eine solche Frau nicht einer, sondern vier Partner: Mr. X als Mann für die anstrengende Alltagsverwaltung und vielleicht noch als Kindsvater, Mr. Y als romantischer Lover, der tanzen kann und Chardonnay anbietet, Mr. Z als eine Art Hausmeister, der alles repariert, und Mr. Q als Praktikant, für den Rest.

Sieht so die Zukunft aus? Entwickeln wir uns allmählich allesamt zu Beziehungsunternehmern, die ihren Marktwert im Internet angeben und Gefühle kalkuliert investieren?

Nicht unbedingt. Zumindest dann nicht, wenn uns neben ökonomischen und praktischen Erwägungen auch noch das eigene Glück am Herzen liegt. Das ahnt auch Tsing-Loh, die in ihrem Essay auf eine Langzeitstudie der renommierten Wharton School of Business verweist, die festgestellt hat, dass Frauen heute im Vergleich zu früher eindeutig unglücklicher sind – aller gesellschaftlichen Fortschritte zum Trotz. Wer daraus folgert, dass es Frauen in den 50ern besser ging, weil die Rolle der Hausfrau eben besser zu ihnen passt, denkt jedoch zu oberflächlich. Man kann aus der Studie auch einen anderen Schluss ziehen: dass eine Lebenswelt, die bis ins Privatleben und in Liebesbeziehungen hinein vom Prinzip der Profitmaximierung durchdrungen ist, niemanden wirklich glücklich macht.

Vielleicht ist es also eine im wahrsten Sinne unglückliche Entwicklung, wenn wir in unseren Beziehungen immer mehr aufrechnen und verhandeln. Vielleicht müssten wir öfter mal wirklich unserem Herzen folgen. Die Liebe an sich, das wird in Zeiten des Individualismus und der Selbstoptimierung gern vergessen, ist ein Gefühl, das Einheit will und skandalöserweise gar kein Interesse an persönlichen Profiten hat. Gegenseitiges Aufrechnen ist Verstandessache, Liebe aber ist irrational.

Sind wir zu hart geworden?

Wenn wir besonders tief lieben, das hat jeder schon einmal erlebt, drückt sich das sogar in einem unwiderstehlichen Drang zum Geben aus. Das steht scheinbar im Widerspruch zu dem, was die Frauen unserer Generation von Kindheit an gelernt haben: dass wir immer darauf pochen müssen, nie zu kurz zu kommen, schon gar nicht „aus Liebe“ zu einem Mann.

Keine Frage, es gibt Momente in Beziehungen, in denen es dumm ist, einfach aus Zuneigung zu handeln: wenn es um Dinge geht, die langwierige finanzielle Konsequenzen haben, zum Beispiel. Aber manchmal scheint es, als wären wir zu hart geworden, als hätten wir vergessen, dass es Momente gibt, in denen ein Stück Selbstaufgabe möglich und sogar tief befriedigend ist. Mal ehrlich: Die schönsten Momente in Beziehungen sind nicht diejenigen, in denen man weiß, dass man weder zu viel noch zu wenig gegeben hat, in denen also ein perfektes Gleichgewicht herrscht. Sondern es sind genau die Momente, in denen einer der Partner mehr gibt, als er eigentlich müsste.

Wenn der Liebste, genauso todmüde wie man selbst, sagt: „Nimm dir ein Buch, setz dich hin, ich mach das Abendessen.“ Oder wenn einer die Kinder einpackt und einen Ausflug macht, obwohl doch der andere mit Kinderhüten dran wäre. Neurobiologen haben herausgefunden, dass das Belohnungszentrum im Gehirn anspringt, wenn wir anderen Menschen etwas geben können. Deshalb fühlt Liebe sich nicht dann am besten an, wenn man den größtmöglichen Profit aus ihr zieht. Sondern wenn man sie freigebig gibt. Einfach so, ohne Strichliste.

Originalbeitrag lesen:

www.brigitte.de/liebe/beziehung/ausgenutzt-beziehung-1210208

September 15, 2014

Alarmanlage.de startet als Portal für Sicherheitstechnik

Unter Alarmanlage.de finden Verbraucher und Gewerbetreibende das Portal für Sicherheitstechnik. Neben Informationen zu Alarmanlagen, Brandschutz und Haussteuerungssytemen sind hier Statistiken und Daten rund um Sicherheitsthemen aufgearbeitet. Neben diesen bietet das Gemeinschaftsprojekt von Marcus Seidel (Businessangels.de) und der Ever Energy Group GmbH auf Alarmanlage.de Beratung und Installation von Alarmanlagen und Sicherheitssystemen.

Das Thema Sicherheit und Einbruchschutz wird immer relevanter in Deutschland – nach
der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik 2013 ist die die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle erneut um 3,7 Prozent gestiegen. Im Jahr 2013 lag die Zahl der registrierten Einbrüche bundesweit bei 149.500 Fällen (2012: 144.117 Fälle). Mittlerweile werden durchschnittlich 410 Einbrüche in Deutschland pro Tag verzeichnet – das heißt es geschieht alle 3,5 Minuten ein Einbruch.

Aus diesem Grund gewinnt das Thema Sicherheit und Schutz immer mehr an Bedeutung.
Laut einer Umfrage gaben 58 Prozent der Befragten an, dass jeder Bürger selbst in der
Verantwortung sei, sich um die Sicherung seines Haushaltes zu kümmern (Quelle: Statista 2014) und sich besser vor Wohnungseinbrüchen zu schützen. Das Portal Alarmanlage.de hat diese erschreckende Entwicklung frühzeitig erkannt und
bietet als Spezialist für Alarmanlagen und Sicherheitssystemen fachliche Beratung, Information sowie Installation von Sicherheitstechnik.

„Nach zwei Einbruchsversuchen und einem erfolgreichen Einbruch haben wir vor zwei
Jahren bei uns privat und auch bei all unseren Unternehmen Alarmanlagen eingebaut. Zuerst haben wir auf die günstige „Selbstbau-Variante“ zurückgegriffen, diese nach 6 Monaten in den Mülleimer geworfen und schnell gemerkt, dass man in dem Bereich definitiv mit Profis zusammenarbeiten muss“, so Marcus Seidel, Gründer von Alarmanlage.de. „Mit diesen Profis, die auch bei uns die Anlagen verbaut haben, betreiben wir zusammen Alarmanlage.de und können so die Dienstleistung von der Beratung bis hin zum Einbau und der Installation der Alarmanlage überall in Deutschland abdecken und bedienen.“

Tatsächlich wird der Markt für Alarmanlagen und Aufklärung angesichts der rasant steigenden Einbruchszahlen immer größer – auch, da es dank der heute verfügbaren Technik möglich ist, Büros, Läden, Wohnungen oder selbst Gartenhäuser schnell und kosteneffizient abzusichern und diese ganz leicht per Webzugriff oder Handy überwacht werden können. Dabei spielt Qualität natürlich eine entscheidende Rolle. Der Einbau durch Spezialisten gewährleistet zudem einen wirklich umfangreichen Schutz, welcher gleichzeitig vom Kunden komfortabel bedient werden kann. Marcus Seidel erklärt hierzu: „Bereits von Beginn an arbeiten wie mit namhaften Partnern wie der EESec, Securitas, der Santander Bank oder auch Abus zusammen und können unseren Kunden somit eine breite Auswahl und vollen Service inklusive aller Montage- und Einrichtungsleistungen anbieten.”

Die jahrelange Erfahrung der Profis und die hochwertige Technik bieten den Kunden eine
individuell abgestimmte und zukunftsorientierte Sicherheitslösung, die nicht nur das Eigentum, sondern vor allem auch das Leben schützen können.

 

zum Artikel:

news.immobilienscout24.de/rund-um-die-immobilie/